Entgleister Güterzug: Aufräumarbeiten gehen rund um die Uhr weiter

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Foto: dpa-Archiv

NIEDERLAHNSTEIN. Die Aufräumarbeiten nach der Entgleisung eines Güterzugs im Bahnhof Niederlahnstein (Rhein-Lahn-Kreis) sind auch am Wochenende weitergegangen. «In enger Begleitung durch die Behörden haben die Aushubarbeiten am Bahnhof Niederlahnstein am Samstagmorgen begonnen», teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonntag mit.

«Seitdem sind bis zu vier Bagger gleichzeitig rund um die Uhr im Einsatz.»

Bisher seien auf diese Weise rund 6000 Tonnen mit Diesel verunreinigtes Erdreich ausgehoben und auf dem Schienenweg abtransportiert worden, hieß es. Wann genau die Aufräumarbeiten abgeschlossen sein werden, sei noch nicht absehbar. Danach soll die Installation neuer Gleise und von vier Weichen erfolgen.

Am vergangenen Sonntag war ein Güterzug, der sich nach Angaben der Polizei auf dem Weg von Rotterdam nach Basel befunden hatte, entgleist. Jeder der insgesamt 18 Kesselwagen hatte bis zu 60 000 Liter Diesel geladen. Von den 18 Waggons waren sieben umgekippt, zwei weitere entgleisten und blieben stehen.

Erst nachdem alle umgefallenen Waggons leergepumpt worden waren, konnten die beschädigten und ineinander verkeilten Kesselwagen mit der Hilfe von Kränen geborgen und zurück auf das Gleis gesetzt werden. Bis zu 150 000 Liter Diesel sollen bei dem Unfall ausgelaufen sein. Für den Abtransport des beschädigten Güterzugs sei der Eigentümer, ein privates Bahnunternehmen, zuständig.

Nach Angaben der Deutschen Bahn vom Freitag wird die Lahn-Eifel-Bahn ab Montag wieder zwischen Koblenz und Limburg fahren, da der dieselbetriebene Zug nicht auf Oberleitungen angewiesen ist. Frühestens ab dem 14. September rechnet die Bahn mit der kompletten Streckenfreigabe. Neben der Bundespolizei ermittelt auch die Bonner Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) am Unfallort. Die genaue Schadenshöhe ist unklar.

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