Millionen Betrugs-System aufgebaut! Vier Post-Mitarbeiter vor Gericht

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Ein Briefzustellerwagen der Deutschen Post.

Bildquelle: Fredrik von Erichsen/ dpa Archiv

KOBLENZ. Wegen mutmaßlichen Betrugs bei Rabattzahlungen der Deutschen Post mit einem Millionenschaden stehen von heute an vier Männer vor dem Landgericht Koblenz.

Die Angeklagten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Alter von 43 bis 53 Jahren sollen ein System von Schein-Postsendungen etabliert haben. Mit Millionen erfundener Briefe sollen sie von 2013 bis 2017 von einem Rabattsystem der Post für Großkunden profitiert haben – und davon, dass der Konzern angesichts vieler Millionen Sendungen an jedem Tag wohl nicht jede einzelne Lieferung prüfen kann.

Dienstleister sammeln Sendungen von Geschäftskunden ein, die täglich Tausende Briefe verschicken, und geben diese bereits frankiert bei den Sortierzentren der Deutschen Post ab. Dafür gewährt der Konzern Dienstleistern und Geschäftskunden Rabatte. Die Angeklagten sollen dieses System ausgenutzt und viele Briefe abgerechnet haben, die nie geschrieben wurden.

Der Post soll dadurch ein Schaden von 18 Millionen Euro entstanden sein. Als Tatorte nennt die Staatsanwaltschaft unter anderem Frankfurt/Main, Wiesbaden und Mainz.

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