TBB-Coach Henrik Rödl: „Wir müssen uns warm anziehen“

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Durchsetzungsvermögen wird gefragt sein - von allen Akteuren. Wie hier von Marko Lukovic im Heimspiel gegen Braunschweigs Immanuel McElroy. nspbeic

Bildquelle: Helmut Thewalt

TRIER. Mit neuem Elan auf in die Rückrunde: Die TBB Trier verbrachte die ALLSTAR-Day-Pause zur Halbzeit der Beko BBL-Saison 2014/15 zunächst mit ein paar freien Tagen. Einige Spieler nutzten die Gelegenheit zu Kurzbesuchen in der Heimat, andere entspannten in Trier oder legten optionale Trainingseinheiten in der Arena Trier ein. Gestern vor einer Woche begann das Mannschaftstraining wieder.

„Es war eine gute Trainingswoche“, findet Headcoach Henrik Rödl. Das muss auch die Voraussetzung für die nächste Aufgabe sein, die die TBB in den kleinsten Bundesliga-Standort führt. Und der zählt nicht zu den Lieblingsreisezielen der Trierer.

Es geht nach Quakenbrück, dort steht morgen (20.30 Uhr, Artland-Arena) das nächste Auswärtsspiel an. Seit dem Quakenbrücker Aufstieg im Jahr 2003 gelangen den Moselaner nur drei Siege gegen die Norddeutschen, auch das Hinspiel im Oktober ging mit 69:77 verloren. Dabei war Trier in dieser Partie über weite Strecken nah an den Gästen dran, am Ende entschied die Abgeklärtheit, die die Dragons an den Tag legten.

Diese Abgeklärtheit, die Fähigkeit, Spiele zu gewinnen, scheint den Gastgebern inzwischen aber abhanden gekommen zu sein: Der Tabellenvierte der Vorsaison steht mit zuletzt sechs verlorenen Spielen in Serie „nur“ auf Platz sieben. Umso mehr dürften die Dragons die Allstar-Pause herbeigesehnt haben, um wieder auf andere Gedanken zu kommen.

Henrik Rödl weiß natürlich um den Tabellenstand (Trier steht zwar acht Plätze, aber auch „nur“ zwei Siege hinter den Dragons auf Platz 15), sieht darin aber keinen Anlass zu übertriebenem Optimismus: „Das ist einer der besten Kader der Liga – nach wie vor. Die Dragons hatten eine schwere Phase vor der Pause. Aber in dieser Mannschaft steckt zu viel Qualität, als dass man davon ausgehen könnte, dass das so weitergeht. Die werden mit sehr viel Energie in dieses erste Rückrundenspiel gehen – wir werden uns warm anziehen müssen.“

Die von Rödl benannte Qualität hat viele Namen: Antonio Graves (13,1 Punkte pro Spiel), Brandon Thomas (11,4), David Holston (11,2), Anthony King (10,8) und Lawrence Hill (10,2) punkten zweistellig im Schnitt, King greift sich dazu fünf Rebounds, „Zauberzwerg“ David Holston verteilt 5,4 Assists pro Partie. Der nur 1,68 Meter kleine Aufbauspieler vertrat die Drachen auch beim Allstar Day vor Wochenfrist in Ulm. Mit den beiden Ex-Trierern Andi Seiferth und Basti Doreth hat Headcoach Tyron McCoy zwei deutsche Nationalspieler im Kader, dazu kommt mit dem Deutsch-Amerikaner Chad Toppert ein gefährlicher Dreierschütze.

„Die Mannschaft ist im Kern zusammen geblieben, hat viel Athletik und gute Spieler. Sie spielen gut zusammen, sind offensiv schwer auszurechnen, viele können in einem Spiel einfach mal zwanzig Punkte machen. Auch defensiv sind sie gut organisiert. Was sie hier in Trier gezeigt haben, war sehr stark – die Dragons sind definitiv ein Kandidat für die letzten Vier“, urteilt Henrik Rödl weiter.

Was die Trierer Aufgabe zusätzlich erschwert, ist die deprimierende Auswärtsbilanz in dieser Saison. Von acht Auswärtsspielen konnte die TBB nur eins gewinnen – am vierten Spieltag in Göttingen. wir/red

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