KOBLENZ. Ein ungewöhnlicher und zugleich tragischer Lottofall aus Rheinland-Pfalz sorgt für Aufmerksamkeit: Ein Mann aus dem Westerwaldkreis hat beim Eurojackpot mehr als 700.000 Euro gewonnen – allerdings erst nach seinem Tod. Der Gewinn wird nun an seine Witwe ausgezahlt.
Gewinn durch weiterlaufendes Abo
Wie der Anbieter Lotto24 mitteilte, entfielen auf den Mann bei der Ziehung vom 10. März rund 703.600 Euro. Möglich wurde der außergewöhnliche Fall durch ein noch aktives Spiel-Abo.
Demnach hatte der Lottospieler den Tipp zu Lebzeiten abgegeben. Weil das Abonnement nach seinem Tod zunächst weiterlief, blieb der Spielschein gültig – und brachte den hohen Gewinn ein.
Gewinn wird Teil des Nachlasses
Nach Angaben des Unternehmens ist die rechtliche Lage in einem solchen Fall eindeutig: Der Gewinn gehört zum Nachlass des Verstorbenen und geht an die Erben über.
Die Prüfung des Falls sei inzwischen abgeschlossen. Die Summe werde deshalb an die Witwe des Mannes ausgezahlt.
Glück kam zu spät
Der Fall ist besonders bewegend, weil der eigentliche Gewinner sein Lotto-Glück selbst nicht mehr erleben konnte. Für die Hinterbliebenen dürfte die hohe Summe zwar eine finanzielle Hilfe sein – zugleich bleibt der Gewinn mit einem traurigen Schicksal verbunden.
So funktioniert der Eurojackpot
Beim Eurojackpot wählen Spieler fünf Zahlen aus 50 sowie zwei Eurozahlen. Die Lotterie wird in mehreren europäischen Ländern gespielt, die Ziehungen finden zweimal pro Woche statt.
















