Widerliche Armbrust-Attacke auf Nilgänse in Trier: Pfeile im Körper – Tierschützer greifen ein!

2
Screenshot Video Tiernothilfe.de (via Facebook)

Pfeile im Bein, Pfeil im Körper – eine weitere Gans wohl tot

TRIER. An der Mosel in Trier sorgt ein mutmaßlicher Fall schwerer Tierquälerei für Entsetzen: Unbekannte haben offenbar mit einer Armbrust auf Nilgänse geschossen. Mindestens zwei Tiere wurden schwer verletzt aufgefunden – eine weitere Gans gilt als vermutlich verendet.

Aktivistinnen und Aktivisten der Stadttaubenhilfe Trier hatten zuvor mehrfach versucht, die verletzten Wasservögel einzufangen – jedoch ohne Erfolg. Erst nach einer erneuten Sichtung konnte eine gezielte Rettungsaktion gestartet werden.

Dramatische Rettung an der Mosel

Eine Nilgans wurde mit einem Pfeil im Bein, eine weitere mit einem Pfeil im Körper entdeckt. Eine dritte Gans, die laut Zeugenaussagen einen Pfeil in der Brust getragen haben soll, blieb verschwunden – Tierschützer gehen davon aus, dass sie ihren Verletzungen erlegen ist.

Da sich Wasservögel an Fließgewässern wie der Mosel häufig über große Uferabschnitte bewegen, sind solche verletzten Tiere besonders schwer zu sichern.

Schließlich machte sich ein erfahrener Tierrettungsaktivist (Tiernotruf.de)  selbst auf den Weg nach Trier. Mit einem Netzwerfer und einem Mini-Jetboot gelang es, zwei der verletzten Nilgänse einzufangen.

➡️ Erleichterung bei der ersten Gans:
Der Pfeil steckte „nur“ im Flügel und hatte den Körper nicht durchbohrt.

➡️ Zweite Gans erst nach Stunden gesichert:
Das Tier kehrte überraschend zurück und konnte aus erhöhter Position eingefangen werden.

Beide Tiere waren abgemagert, geschwächt und kaum noch wehrhaft, befinden sich inzwischen aber auf dem Weg der Besserung.

Das Video zur Rettungsaktion sorgt für massive Empörung

Die gesamte Rettungsaktion – inklusive der erschütternden Pfeilverletzungen – ist in einem Video dokumentiert, das derzeit für große Empörung in sozialen Netzwerken sorgt.

Täterfrage: Armbrust-Einsatz kein Kavaliersdelikt

Zum mutmaßlichen Täter äußert sich der Retter bewusst zurückhaltend. Klar ist jedoch:
Das Schießen mit einer Armbrust auf Wildtiere stellt eine schwere Straftat dar.

Tierquälerei, Jagdwilderei und der Einsatz verbotener Waffen können erhebliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der Fall dürfte auch für Ermittlungsbehörden von Interesse sein.

Brot füttern? Warum es bei Rettungen trotzdem genutzt wird

Im Zuge der Aktion wurde auch Kritik an der Verwendung von Brot laut. Der Retter stellt klar: Brot gehört nicht zur artgerechten Ernährung von Vögeln. Für Rettungseinsätze wird es jedoch aus praktischen Gründen eingesetzt – unter anderem, weil viele Tiere daran gewöhnt sind und sich so schneller anlocken lassen.

Langfristig gilt: ➡️ Kein Brot, sondern geeignetes Wasservogelfutter.

Fazit: Brutale Tat – aber auch ein Hoffnungsschimmer

Der Fall zeigt auf erschreckende Weise, wie brutal gegen Tiere vorgegangen wird. Gleichzeitig macht die Rettung deutlich, wie wichtig ehrenamtlicher Tierschutz ist – und wie schnell verletzte Tiere sonst unbemerkt sterben würden.

2 Kommentare

  1. …welscher sadistischer,mental reichlich unterbelichteter Tierquäler ist in der Lage sich an barbarischen Tortouren gegenüber seinen Mitgeschöpfen zu erfreuen ???
    Hinsichtlich der Persönlichkeitsstruktur stellen derartige Individuen eine reale Gefahr für zivilisierte Gesellschaften dar.Menschen dieses mentalen“Strickmusters“ ( interessanter Weise fast ausschließlich Männer ) finden wir bei Tiertransporten,Schlachthöfen,Stierkämpfen,Hahnenkämpfen,Bärenmassakern ebenso wie bei dubiosen Jagdgesellschaften welsche sich priviligiert fühlen wenn sie Löwen,Elephanten,Tiger….ect unter unbeschreiblichen Qualen und Tourtouren im wahrsten Sinn des Wortes verrecken sehen.
    Es gilt bereits bei Kindern und Jugendlichen peinlich darauf zu achten das derartige Verhaltensmuster UNGEHEND erfaßt und korrigiert werden müßen.Im Interesse aller Bürger/innen.Emphatie sollte Vorfahrt haben….übrigens nicht nur bei Tieren….

  2. Nilgänse vielerorts eine Plage
    Nilgänse sind eine invasive Gänseart, die sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Rheinland-Pfalz ausgebreitet haben. In vielen Parks, Badeseen und Freibädern sind sie zur Plage geworden. Außerdem verdrängen sie einheimische Tierarten. In verschiedenen Regionen verfolgt man verschiedene Methoden, um der Plage Herr zu werden, wie eben auch Ausnahmegenehmigungen zur Jagd in befriedeten Bezirken.
    Bis zu zwei Kilo Kot würden die Tiere an verschiedenen Stellen hinterlassen, berichtet der SWR, so auch am Beckenrand oder im Wasser. Stimmen werden laut, dass die Nilgänse gezielt entnommen werden müssen, um nicht noch mehr Gänse zu bekommen.

    Warum wird in Trier nichts gegen diese Plage an Mosel, Matheiser Weiher etc. unternommen? Dann braucht man auch keinen „Tierrettungsaktivist“ (sic!) und die heimischen Tiere hätten ein viel leichteres und friedlicheres Leben!

    PS: Ich hasse die Viecher, aber die Tierquäler mit der Armbrust werden hoffentlich ermittelt und bestraft!

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.