Eli Lilly halbiert Milliardeninvestition in Rheinland-Pfalz

0
An dem neuen Lilly-Standort in Alzey laufen die Bauarbeiten schon seit Längerem. Foto: Arne Dedert/dpa

ALZEY – Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will wegen der Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen eine geplante Milliardeninvestition in einen neuen Standort im rheinland-pfälzischen Alzey deutlich reduzieren.

Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Indianapolis mit. Konzernchef Dave Ricks sagte im «Handelsblatt», Deutschland werde mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz bei der Unterstützung der Branche auf den letzten Platz der europäischen Märkte fallen.

Eli Lilly wollte bislang 2,5 Milliarden US-Dollar in die neue Produktionsstätte im rheinhessischen Alzey stecken. Vor dem Hintergrund des aktuellen gesundheitspolitischen Kurses in Deutschland sei nun geplant, den noch ausstehenden Umfang des Projekts um 50 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung zu reduzieren, teilte das Unternehmen mit. Es solle zunächst nur der «Mindestumfang des Hightech-Produktionsstandortes in Alzey» fertiggestellt werden, erklärte Firmenchef Ricks.

Zuvor hatte auch der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim angekündigt, geplante Investitionen von 900 Millionen Euro in Deutschland zu streichen. Auch hier sei der Grund unter anderem die Sparpläne der Bundesregierung.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.