Mehr als Karneval: Über 1.000 feiern queere Rosa Sitzung 2026 in Trier

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Foto: Verein SCHMIT-Z e.V. (Fotograf Dominik Schmitt).

TRIER. Fünf Stunden queerer Karneval, politische Satire und große Emotionen: Die Rosa Sitzung feierte 2026 ihre funkelnde Premiere in Trier – und setzte ein starkes Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz.

Trier hat wieder geleuchtet: Bei der Premiere der Rosa Sitzung 2026 verwandelte sich die Messeparkhalle in eine schillernde Parallelwelt namens „Queertopia“. Mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher tauchten ein in einen Abend voller Travestie, Tanz, Musik und politischem Witz. Die Rosa Sitzung ist längst mehr als Karneval – sie gilt als größte queere Karnevalsveranstaltungsreihe Deutschlands und als Leuchtturm für Offenheit, Sichtbarkeit und Respekt.

Ein Abend voller Höhepunkte

Durch das rund fünfstündige Programm führte erneut die charismatische Sitzungspräsidentin Prissy (Stefan Grandadam), die das Publikum mit Charme und feinem Humor durch den Abend begleitete. Den musikalischen Auftakt setzte Betty Bacon (Mark Hummel) mit dem emotionalen Mottolied „Ich hab’ mein Herz verlor’n an Queertopia“.

Foto: Verein SCHMIT-Z e.V. (Fotograf Dominik Schmitt).

Politische Spitzen folgten in der pointierten Büttenrede von Camilla (Kevin Mangrich) und Lülü (Julius Milde), bevor die inszenierten Politikerinnen mit ihrer bitter-komischen Kaffeefahrt zur „Müllhalde der Demokratie“ für große Lacher sorgten.

Zu den Publikumslieblingen zählten auch die „alten Damen“, die auf dem Weg zu einem André-Rieu-Konzert überraschend in einer Manga-Convention landeten. Ein emotionaler Höhepunkt war die kraftvolle Wicked-Travestienummer von Medusa, gefolgt von Tamara Köcher, die „Rise Like a Phoenix“ live performte – tänzerisch eindrucksvoll begleitet von Move.

Sportlich und präzise präsentierte sich die Kaisergarde des Tanzkult e.V., die mit über 50 Tänzerinnen und Tänzern die Bühne füllte. Weitere Glanzlichter setzten die Dancing Queens mit stimmungsvollen Lichteffekten, die Landtunten in ihrer improvisierten Pop-Up-Kirche sowie La Queen und Violett Velvet mit extravaganten Travestie- und Tanznummern. Traditionell begeistert zeigte sich auch die Rosa Garde, bevor alle Künstlerinnen und Künstler gemeinsam das große Finale gestalteten.

Top-Unterhaltung seit über zwei Jahrzehnten

Seit über zwei Jahrzehnten verbindet die Rosa Sitzung professionelle Unterhaltung mit gesellschaftlicher Relevanz. Politische Satire, queere Sichtbarkeit und hochklassige Showelemente verschmelzen zu einer Revue, die unterhält und zugleich sensibilisiert. Möglich wird dies durch den Einsatz von mehr als 120 Ehrenamtlichen, die für Organisation, Qualität und Atmosphäre sorgen.

Gemeinnütziger Zweck im Fokus

Besonders wichtig: Alle Erlöse der Rosa Sitzung fließen in die Arbeit von SCHMIT-Z e.V., der in Trier und der Region queere Bildungs-, Beratungs- und Community-Projekte ermöglicht. Unterstützt wird die Veranstaltung von langjährigen Partnern und Hauptsponsoren – ein starkes Netzwerk für Vielfalt.

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