Krankenhausgesellschaft: Weitere Wege, wenn Krankenhausreform greift

Die Krankenhausgesellschaft wendet sich zum Jahreswechsel mit einer positiven Botschaft an die Rheinland-Pfälzer. Sie hat jedoch auch Forderungen an den Bund und an das Land.

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Foto: Arne Dedert / dpa / Illustration

MAINZ. Die Krankenhausgesellschaft macht den Bürgern zum Jahreswechsel Mut. «Die Menschen in Rheinland-Pfalz können sich auch im Jahr 2026 darauf verlassen, in den Krankenhäusern bestmöglich versorgt zu werden», sagte der Geschäftsführer des Dachverbands und der Interessenvertretung der Krankenhäuser, Andreas Wermter.

Und: «Die Kliniken und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die Patienten auch dann da, wenn kein anderer Leistungserbringer erreichbar ist – also auch nach 17 Uhr und am Wochenende.»

Krankenhausreform greift erst 2027

Mit einer wesentlichen Veränderung der Krankenhauslandschaft in Rheinland-Pfalz rechnet Wermter im neuen Jahr nicht. Denn die Krankenhausreform solle nach den Plänen des Gesundheitsministeriums erst 2027 greifen. «Dann könnte es allerdings dazu kommen, dass die Menschen im Land weitere Wege in Kauf nehmen müssen, um in einem geeigneten Krankenhaus behandelt zu werden», warnt er.

Wermter forderte von der Bundesregierung «eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung der Betriebskosten». Außerdem müsse es 2026 eine echte Entbürokratisierung geben. «Weniger Bürokratie spart Geld und bedeutet mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten.»

Neue Landesregierung bei Krankenhausplan in der Pflicht

Vom Land erwartet Wermter eine höhere Förderung von Neu- und Umbauten der Krankenhäuser, die ohne Eigenbeteiligung der Kliniken auskomme. Wermter fordert zudem «besondere Sorgfalt bei der Neuaufstellung des Krankenhausplans». Leitgedanke müsse eine gut erreichbare, qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Versorgung der Menschen mit Krankenhausleistungen sein. «Daran werden wir die neue Landesregierung auch messen.» Denn am 22. März wird ein neuer Landtag gewählt. (Quelle: dpa)

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