Eifelstrecke nach Flut wieder befahrbar – Züge rollen von Gerolstein bis Köln

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Ein Triebwagen fährt über eine vom Hochwasser im Juli 2021 zerstörte Brücke. Foto: Harald Tittel/dpa

GEROLSTEIn. Fast vier Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Sommer 2021 gibt es für Bahnreisende und Pendler in Rheinland-Pfalz endlich gute Nachrichten: Die Eifelstrecke zwischen Gerolstein und Köln ist wieder durchgängig befahrbar. Die Deutsche Bahn spricht von einem bedeutenden Meilenstein beim Wiederaufbau einer der wichtigsten Bahnverbindungen der Region.

Bahnverkehr wieder aufgenommen – aber Arbeiten noch nicht beendet

Die Wiedereröffnung des Abschnitts wurde am Montag mit einem offiziellen Pressetermin am Bahnhof Gerolstein gefeiert. Vor Ort informierten unter anderem Bahnchef Richard Lutz, Bundesverkehrsminister Schnieder sowie die rheinland-pfälzische Mobilitätsministerin Katrin Eder (Grüne) über den Stand der Bauarbeiten.

Trotz der Wiederaufnahme des durchgehenden Verkehrs ist der Wiederaufbau der Eifelstrecke noch nicht komplett abgeschlossen. Besonders im Zuge der geplanten Elektrifizierung der rund 160 Kilometer langen Strecke zwischen Trier-Ehrang und Hürth-Kalscheuren sind weitere Einschränkungen zu erwarten.

Flutschäden in Milliardenhöhe – Strecke teilweise neu gebaut

Die Flutkatastrophe hatte im Juli 2021 massive Schäden an der Bahninfrastruktur in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen verursacht – alleine 1,3 Milliarden Euro betrug der Schaden für die Deutsche Bahn. Besonders betroffen waren das Ahrtal sowie die Westeifel. Die Eifelstrecke war über weite Strecken zerstört – viele Abschnitte mussten quasi neu gebaut werden.

Bedeutung für Pendler, Tourismus und Wirtschaft

Mit der Wiederaufnahme des durchgehenden Zugverkehrs verbessert sich nicht nur die Anbindung der Region Eifel, sondern auch die Perspektive für den touristischen Neustart nach der Flut. Die Strecke ist eine wichtige Verbindung zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – und damit ein zentraler Bestandteil für Pendler, Schüler, Studierende und den regionalen Güterverkehr.

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