Weiterbildung in Pula: Trierer Feuerwehrleute lernen von kroatischen Kollegen

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Feuerwehrleute aus Triers Partnerstadt Pula lassen sich bei der Bekämpfung von Vegetationsbränden über die Schulter schauen. Foto: Berufsfeuerwehr Trier

TRIER/PULA. Bei einem Besuch in der Partnerstadt Pula hatte Oberbürgermeister Wolfram Leibe 2023 mit seinem kroatischen Amtskollegen einen engeren Austausch vereinbart. Unter anderem ging es damals um eine mögliche Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Feuerwehrleuten zur Waldbrandbekämpfung. Jetzt waren drei Trierer Feuerwehrmänner zur Weiterbildung für zwei Wochen in Pula.

Die Javna Vatrogasna Postrojba (JVP) Pula, also die Berufsfeuerwehr der kroatischen Stadt Pula, ist sehr viel kleiner als die Trierer Berufsfeuerwehr. In einem Punkt hat die kroatische Wehr aber ganz klar die Nase vorn: Im Umgang mit Vegetations- und Waldbränden. Wegen des in Istrien herrschenden mediterranen Klimas mit heißen und trockenen Sommern sowie den vielen Kiefernwäldern und der typischen „Makija“ genannten Gebüsch-Vegetation kennen sich Berufsfeuerwehrleute aus Pula sehr gut mit der Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden aus. „Unsere kroatischen Kameraden haben uns jede Menge über die Vegetationsbrandbekämpfung am Boden und aus der Luft mitgegeben“, erzählt Martin Faß, der zusammen mit Marc Viel und Martin Steffes, allesamt erfahrene Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Trier, zur Ausbildung und zum Austausch in Pula war.

Teil der Theorie war unter anderem der Einfluss der Flora und der Geographie auf Brände, aber auch Zuwegung, Bodenbeschaffenheit, Ursachen und Wetterbedingungen. „Insbesondere hat der dortige Wind einen großen Einfluss auf das Brandgeschehen und die Brandbekämpfung“, erläutert Faß. Themen, die theoretisch und praktisch behandelt wurden waren Taktiken und die Vorgehensweisen aber auch die Ausrüstung wurde detailliert besprochen. „Wir konnten uns Fahrzeuge und Technik genau anschauen und auch in Einsätzen Erfahrungen damit sammeln“, sagt Faß. Teilweise seien die Fahrzeuge sehr ähnlich. „Aber durch die jahrzehntelange Erfahrung und die Routine im Umgang mit Waldbränden sind manche Fahrzeuge für die Waldbrandbekämpfung speziell angepasst worden“, erklärt er.

Wir nehmen sehr viele Eindrücke und Wissen mit zurück nach Trier und werden diese in der Feuerwehr weitergeben. Einige Dinge werden sicher in unsere Planungen zur Vegetationsbrandbekämpfung mit einfließen.“ Eine größere Rolle spielen auch Löschflugzeuge und Hubschrauber, mit deren Einsatzmöglichkeiten sich die Trierer ebenfalls vertraut machen konnten. Weitere Themen waren der Besuch des nationalen Waldbrandlagezentrums Dalmatien, der Feuerwehr in Split, Rovin und Medulin und des Ausbildungszentrums Vacetras in Vucevica. „Wir wurden in Pula aufgenommen, als würden wir schon immer dazugehören, die Gastfreundschaft und Kameradschaft in unserer Partnerstadt waren einfach unglaublich“, schwärmt Faß. (Quelle: Stadt Trier)

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