Dreyer würdigt Musiker Farian: Trauer auch im Geburtsort Kirn

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Frank Farian, Musikproduzent, Komponist, aufgenommen während der Aufzeichnung der ZDF-Sendung «Kult am Sonntag» zum Thema «Discohits made in Germany» in den Berliner Unionfilm-Studios. Foto: Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/dpa

KIRN/MAINZ. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat das Werk des gestorbenen Musikers Frank Farian gewürdigt.

«Die Songs des international erfolgreichen Produzenten Frank Farian sind bis heute Ohrwürmer und gehen in Kopf und Beine», teilte die SPD-Politiker am Mittwoch in Mainz mit. Seine Kindheit in Rheinland-Pfalz habe Farian geprägt, und er habe sich gern an seinen Geburtsort Kirn erinnert. «Wir trauern um einen Künstler, der weltweit mit seinem Discosound Maßstäbe gesetzt hat», meinte Dreyer.

Farian wollte Geburtsstadt besuchen

Auch in seiner Geburtsstadt Kirn löste die Nachricht von Farians Tod Trauer aus. «Da ich das Vergnügen hatte, mit Herrn Farian letzte Woche noch zu telefonieren, trifft mich die Nachricht schon heftig», teilte Stadtbürgermeister Frank Ensminger mit. «Wir hatten ein langes Gespräch, in dem er seine Pläne für die Zukunft mitteilte. Unter anderem wollte er seine Geburtsstadt besuchen und vieles mehr.» Farians Tod tue ihm sehr leid. «Ich bin mit seiner Musik groß geworden und habe seine Leistung immer bewundert», sagte Ensminger.

Der deutsche Popmusik-Produzent und Ex-Schlagersänger war im Alter von 82 Jahren in Miami gestorben. Er wurde als Franz Reuther in Kirn an der Nahe geboren. Mit 14 zog er ins Saarland und lernte Koch.

Mit seiner Band „Die Schatten“ nahm er 1963 in einem ehemaligen Kuhstall die erste Platte auf. Vom Saarland aus ging es nach Rosbach bei Frankfurt, später in die USA. In den 1970er Jahren produzierte er berühmte Popmusik-Klassiker wie «Daddy Cool» oder «Rasputin». Farian arbeitete mit Gruppen wie Boney M. oder Milli Vanilli zusammen.

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