Kreishandwerkerschaften in Rheinland-Pfalz fordern vergünstigtes Deutschlandticket für Azubis

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Ein "D-Ticket" im Chipkartenformat. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

TRIER/BAD KREUZNACH. Der Landesverband der Kreishandwerkerschaften in Rheinland-Pfalz (LVKHS RLP) setzt sich vehement für die Einführung eines vergünstigten Deutschlandtickets für Auszubildende in Rheinland-Pfalz ein und fordert dringend die Berücksichtigung der Auszubildenden.

Bei den jüngsten Verhandlungen zum Deutschlandticket wurde deutlich, dass Auszubildende erneut außen vor gelassen wurden, während für Studentinnen und Studenten ein vergünstigtes Ticket zum Preis von 29,40 Euro pro Monat beschlossen wurde. Angesichts des Strebens nach Gleichwertigkeit zwischen dualer und akademischer Ausbildung ist eine sofortige Angleichung unumgänglich. Mehrere Bundesländer haben bereits ein vergünstigtes Azubi-Ticket auf der Basis des Deutschlandtickets oder ein anderes vergünstigtes Angebot für Auszubildende eingeführt.

Die Forderung nach einem vergünstigten Azubi-Ticket auch in Rheinland-Pfalz ist kein neuer Appell, sondern eine seit Jahren bestehende Notwendigkeit„, betont Gerd Benzmüller, Vorsitzender des Landesverbandes. „Die Gleichbehandlung von Auszubildenden im Handwerk mit ihren studierenden Kollegen ist längst überfällig. Neben dem Versprechen der Gleichbehandlung der Bildungsgänge kommt noch hinzu, dass Auszubildende häufiger auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind als Studierende, da sie meist noch minderjährig sind und unterschiedliche, häufig sehr weite Wegstrecken zur Berufsschule, ÜLU-Stätte und Betrieb zurücklegen müssen. Es ist also an der Zeit, konkrete Taten von der Politik zu fordern.

Die Handwerksorganisationen in Rheinland-Pfalz, also der Unternehmerverband Handwerk (UVH), die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz sowie der Landesverband der Kreishandwerkerschaften haben sich in den letzten Jahren wiederholt für die Einführung eines vergünstigten Azubi-Tickets eingesetzt, um den Auszubildenden im Handwerk eine finanzielle Entlastung zu ermöglichen und ihre Mobilität zu fördern. Es liegt nun in der Verantwortung des Landes, sich für die Belange der Auszubildenden einzusetzen und ihnen die gleichen Möglichkeiten zur Mobilität zu gewähren wie den Studierenden.

Der Landesverband der Kreishandwerkerschaften in Rheinland-Pfalz appelliert daher eindringlich an die politischen Entscheidungsträger, die Einführung eines vergünstigten Deutschlandtickets für Auszubildende in Rheinland-Pfalz umgehend zu realisieren und damit einen wichtigen Schritt zur Gleichstellung von Ausbildungswegen zu setzen. (Quelle: Kreishandwerkerschaft MEHR)

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