Luxemburg: Betrüger fordern fünfstelligen Betrag bei Schockanruf

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Eine Frau am Telefon
Foto: dpa / Symbolbild

LUXEMBURG. Am heutigen Tag wurden der Polizei in Luxemburg mehrere Schockanrufe gemeldet, bei denen die Opfer unter dem Vorwand ein Familienmitglied sei in einen Unfall verwickelt aufgefordert wurden eine Kaution zu hinterlegen. 

So etwa in einem Fall gegen Mittag, als eine Angestellte einer Bankfiliale in Sandweiler der Polizei eine Dame meldete, die eine größere Summe Bargeld abheben wollte.

Das Opfer war zuvor per Telefon von einer Frau, die sich als luxemburgische Polizeibeamtin ausgab, kontaktiert worden. Das Opfer war anschließend aufgefordert worden, den Betrügern eine fünfstellige Kaution sowie Schmuck an einem vereinbarten Ort zu übergeben. Die Person wurde in der Folge darüber aufgeklärt, dass es sich um einen Betrug handelt und eine Übergabe wurde verhindert.

Auch in den anderen bislang gemeldeten Fällen kam es zu keiner Geldübergabe. Sollten jedoch Personen Opfer eines solchen Betrugs per Schockanruf geworden sein, sollten sie sich bei der Polizei melden.

Zum Ablauf eines Schockanrufs:

Die Opfer werden – unter dem Vorwand ein Familienmitglied sei in einen Unfall verwickelt – aufgefordert eine Kaution zu hinterlegen. Hierbei wird den Opfern versichert, nur so könnten die sich angeblich in Haft befindlichen Familienangehörigen wieder auf freien Fuß kommen. Die Opfer werden bei den Anrufen derart unter Druck gesetzt, dass sie sich schließlich dazu bereit erklären, ihre Wertgegenstände, wie beispielsweise Schmuck oder Bargeld, auszuhändigen.

Dabei geben die Täter sich als Polizeibeamte, Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft oder nahe Verwandte aus. Mit Hilfe einer speziellen Technik werden zudem gefälschte Telefonnummern auf dem Telefon des Opfers angezeigt. Die Beute wird dann bei den Opfern zu Hause oder an einem zuvor vereinbarten Ort abgeholt.

In diesem Zusammenhang möchten wir noch einmal unterstreichen, dass ein derartiges Vorgehen für das Hinterlegen einer Kaution in Luxemburg nicht angewandt wird. Zudem bitten Polizei oder andere Ämter Sie nicht telefonisch um die Aushändigung von Bargeldbeträgen oder Wertsachen und holen diese auch nicht bei Ihnen ab.

Oftmals werden vor allem ältere Mitmenschen Opfer dieser Betrugsmasche. Wir bitten also darum, insbesondere ältere Personen in Ihrem Umfeld hinsichtlich dieser Betrugsmasche zu informieren und aufzuklären.

1 Kommentar

  1. mmmh als müsste der Täter ja zumindest gut luxemburgisch gesprochen haben, das schränkt die Suche ja dann „immens gudd“ ein.

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