Angriff auf Trierer Polizisten: Sondersitzung des Innenausschusses zu Hintergründen

Eine Attacke von bis zu 40 Angreifern auf Polizisten in Trier hatte Ende letzter Woche bundesweit Bestürzung ausgelöst. Nun beschäftigt der Angriff Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags.

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Foto: Steil-TV

MAINZ/TRIER. Der gewalttätige Angriff auf Polizisten in Trier ist an diesem Mittwoch Thema einer Sondersitzung des Innenausschusses im rheinland-pfälzischen Landtag. Derartige Attacken gegen Polizeibeamte seien «ein absoluter Tabubruch», der nicht folgenlos bleiben dürfe, sagte die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, zum Antrag von SPD, Grünen und FDP zur Sitzung. Im Ausschuss wolle man «mehr zu den Hintergründen» der Tat erfahren und besprechen, wie Polizei und andere Einsatzkräfte bestmöglich geschützt werden könnten. Außer dem Antrag der drei Regierungsfraktionen gibt es auch noch einen der oppositionellen CDU.

In der Nacht zum vergangenen Freitag war eine Gruppe von laut Polizei bis zu 40 Angreifern vor einer Trierer Diskothek mit Glasflaschen, Holzstöcken und Schaufeln auf Polizeibeamte losgegangen. Fünf Polizisten – eine Frau und vier Männer – wurden verletzt. Laut Sprecher hätten sie leichte Verletzungen erlitten.

Zwei 42 und 21 Jahre alte Männer aus Trier waren bei der nächtlichen Attacke vorläufig festgenommen worden. Gegen sie liefen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Körperverletzung, auf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und schweren Landfriedensbruch. Sie sollen die Beamten als erste angegriffen haben und so «die Initialzündung» für die Gruppe gewesen sein, die Polizisten zu attackieren.

Als die Lage eskalierte, hatte ein Polizist zwei Warnschüsse in die Luft abgegeben, daraufhin sei ein Großteil der mutmaßlichen Angreifer weggelaufen. Bei den Ermittlungen seien inzwischen bereits mehrere weitere Tatverdächtige ermittelt worden, sagte der Sprecher der Polizei in Trier. Wie viele, wollte er nicht sagen.

«Wir gehen da nicht täglich mit neuen Zahlen raus. Wir wollen das Ding jetzt in einem Guss durchermitteln», sagte er. Es gebe eine «hohe Zahl» an Videos und Fotos, die ausgewertet würden. Ziel sei dabei, strafrechtliches Verhalten zu erkennen, es einer Person zuzuordnen und diese dann zu identifizieren. Die Polizei hatte Zeugen aufgerufen, Material über ein Hinweisportal hochzuladen.

Hinzu kämen Videos von Überwachungskameras von dem Platz vor dem Club und Aufnahmen von Bodycams von Polizisten und Zeugenaussagen. Die Ermittlungen würden «mit Sicherheit noch einige Zeit dauern», sagte er. Einordnung und Bewertung im Anschluss würden Staatsanwaltschaft und Gerichte übernehmen, sagte der Sprecher. (Quelle: dpa)

3 Kommentare

  1. Lauf Aussage eines Berliner Polizisten vor ein paar Tagen bei SAT1 , entladen die Bürger ihren Frust über die massenhaften Fehler der Politik bei der Polizei! Das sollte in ihrer Sondersitzung mal zur Sprache kommen .

  2. Mir ist zeitlebens noch keiner der Beamten in irgendeiner
    Weise „dumm“ gekommen.

    Das liegt aber im wesentlichen, an meiner, mir selbst
    auferlegten Selbstverantwortung, im Umgang mit
    meinen Mitmenschen und dem Bestreben, einen
    „geraden“ Weg zu gehen…

    Von Berufswegen, tut mir die Klientel eher leid,…tagtäglicher
    Umgang mit den wohl immer gleichen, mehr oder weniger
    großen Hornochsen, weisungsgebunden, selbst lächerlichste
    Maßnahmen, im Bezug auf die zurückliegende Coronapandemie
    durchzusetzen zu müssen.

    Den längst überfälligen Arschtritt, den die Klimakleber
    verdient hätten, …..müssen sie sich auch verkneifen…

    Alles in allem, ist „…mein Freund, ich helf` Dir….“,

    sicherlich kein Traumberuf.

  3. Man muss iwie sagen, gleiches Recht für alle.
    Der Messerstecher der kürzlich zwei Jugendliche ermordet hat macht jetzt auch auf psychisch krank, wer sagt dass die Discoschläger es nicht auch machen (sollten können werden)?
    Ich meine wenn dann gleiches Recht für alle..

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