KOBLENZ. Nach dem Auftauchen neuer Polizei-Videos aus der Flutnacht vom 14./15.7.2021 steht der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) unter Druck. Nicht nur gab es heftige Kritik daran, dass die Videos dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss nicht früher zugänglich gemacht wurden, auch Staatsanwaltschaft Koblenz sieht wegen der überraschend aufgetauchten Filme Klärungsbedarf (lokalo berichtete). Lewentz gab an, die Aufnahmen in der Sitzungen des U-Ausschusses am 23.9. erstmalig gesehen zu haben.
Die Staatsanwaltschaft Koblenz teilt nunmehr im Hinblick auf das nachträgliche Bekanntwerden der von der Polizeihubschrauberstaffel Rheinland-Pfalz angefertigten Aufnahmen mit, dass diese im Rahmen der Sitzung des Untersuchungsausschusses vom 23.9. gezeigten Aufnahmen der Staatsanwaltschaft bisher nicht vorlagen und erst heute vorgelegt wurden. Die übermittelten sieben Aufnahmen stammen nach derzeitigem Kenntnisstand aus der Zeit vom 14.7.2021, 22.14 Uhr, bis 15.7.2021, 6.09 Uhr, heißt es von der Staatsanwaltschaft.
Die Aufnahmen werden nunmehr einer eingehenden Auswertung unter Berücksichtigung der bislang im Rahmen der Ermittlungen gewonnenen Erkenntnisse unterzogen. Es sei daher derzeit noch nicht absehbar, welche Konsequenzen sich ggf. aus den Aufnahmen und den Abläufen für die strafrechtliche Beurteilung ergeben, heißt es weiter. Nach wie vor werde fortlaufend geprüft, ob Ermittlungen auch gegen andere als die bisher als Beschuldigte geführten Personen, namentlich den umstrittenen Ex-Landrat von Ahrweiler Jürgen Pföhler und ein weiteres Mitglied seines Krisenstabes, zu führen sein werden.
Wass die Ermittlungen abgeschlossen sein werden, sei derzeit noch nicht absehbar.















