“Kartoffeltage” im Naturpark Saar-Hunsrück: Kartoffel als heimisches kulinarisches Erbe

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Foto: Brigitte Krauth/Naturpark Saar-Hunsrück

HERMESKEIL. Vom 8. bis 23. Oktober finden die Kartoffeltage Saar-Hunsrück auch im Naturpark statt. Mit dabei sind 17 Gastronomen, die zahlreiche, regional spezifische Köstlichkeiten nach traditionellen Rezepten aus Kartoffeln von regionalen Erzeugern anbieten, wie der Naturpark mitteilt. Zudem kreieren zwei Bäckereien köstliche Backwaren aus Kartoffeln. 
Die Angebote der Gastronomen sind im Internet eingestellt in www.saar-hunsrueck-steig.de/Kulinarik sowie www.ebbes-von-hei.de.


Kartoffeln sind ein tolles, nachhaltiges Nahrungsmittel. Sie sind vielfältig in der Küche auch zusammen mit Wildkräutern zu verwerten, sie sind gesund und besitzen wertvolle Inhaltsstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß, Stärke, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Auch bei der Zubereitung für interessante und leckere Gerichte aus Nahrungsmittelresten sind sie ideal einsetzbar. Ob Bratkartoffeln, Aufläufe und Gratins oder Tortillas, die Verwendungsmöglichkeiten sind groß.


Bereits 7.000 Jahre v. Chr. bauten die Inkas Kartoffeln an. In Europa wurde die Kartoffel zunächst als Zierpflanze angebaut, weil sie hübsche Blüten hat. Der hervorragende Geschmack der Knolle sowie die einfache Bewirtschaftung fanden erst später Aufmerksamkeit. 
Auch bei Insektenstichen kann eine frische Kartoffelscheibe auf den Stich gelegt werden. Heute zählt die Kartoffel zu den Grundnahrungsmitteln weltweit. In Deutschland werden ca. 140 Sorten angebaut.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute nahe liegt. Herbstzeit ist Erntezeit. Ob Kartoffeln, Kohl, Kürbis, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, saisonales Obst und Gemüse aus der Region schmecken nicht nur gut, sondern sind auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Regional angebaute Kartoffeln haben einen geringen Wasserverbrauch und eine günstige Kohlendioxid-Bilanz. 
Gerade im Zeitalter der Monokulturen sind auch Kartoffel-Sorten von früher wieder interessant. Manche von ihnen sind weniger anfällig für Schädlinge. Die Online-Saatgutliste des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) bietet eine Plattform für die Suche nach alten Sorten.

Naturpark-Tipp: Kartoffel-Giersch-Löwenzahn-Suppe

2 Handvoll junge Gierschblätter, 700 g Kartoffeln, 20 g pflanzliches Öl oder geklärte Butter, 1 Zwiebel, 1 EL Gemüsebrühe, 3 EL Sahne. Zwiebel und Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden, Giersch und Löwenzahnblätter waschen, trockenschleudern und fein hacken, einige Blätter ganz lassen. Zwiebel und Kartoffeln in Öl oder geklärter Butter anschwitzen, mit Gemüsebrühe aufgießen. Nach ca. 15 Minuten die Kartoffeln mit dem Pürierstab schaumig mixen. Sahne und gehackten Giersch unterrühren und die Suppe mit jungen Giersch- und Löwenzahnblättern dekorieren.
 Im Naturpark existieren sehr vielfältige Zubereitungsarten der Kartoffel. Ob gebraten, gebacken, gedämpft, gequellt, gestampft, Suppe, Dibbelabbes, Kartoffelwurst etc., die schmackhaften Varianten sind abwechslungsreich.


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