BERLIN. Am heutigen Freitag wird der Bundesrat über die neuen Corona-Regeln für Herbst und Winter abstimmen. Im Vorfeld der Beratungen der Länderkammer fordert eine Expertengruppe, zu der der renommierte Virologe Klaus Stöhr gehört, von der Politik einen Strategiewechsel, wie der Nachrichtensender ntv berichtet.
In ihrem Papier, das von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene veröffentlicht wurde, verweisen die Experten auf eine „breite Immunität“ in der Bevölkerung, die sowohl durch Impfungen wie durch Infektionen erreicht worden sei. Vor diesem Hintergrund solle die Politik sich auf den Schutz vulnerabler Gruppen und die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der kritischen Infrastruktur und des Gesundheitswesens konzentrieren.
Die Autoren, zu denen auch der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), Tobias Tenenbaum, und der Medizinstatistiker Gerd Antes gehören, plädieren für den Wegfall von Isolationsanordnungen und der Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen. Auch anlasslose Testungen sowie eine Maskenpflicht in Schulen halten die Experten ohne Indikation nicht für sinnvoll. Die Kommunikation des Ministeriums betone einseitig „noch nicht ausreichend erforschte Konsequenzen einer Covid-19-Infektion wie Demenz, Hirnschäden und Long Covid als Langzeitschäden“, zitiert ntv.
Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz soll vom 1.10.2022 bis zum 7.4.2023 eine Maskenpflicht in Fernzügen, Kliniken und Arztpraxen gelten. In Restaurants und anderen Innenräumen sollen die Länder eine Maskenpflicht anordnen können.
























