Energiekosten: Luxemburger Verbraucherschützer fordern sofortige Steuersenkung

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Autos fahren im luxemburgischen Wasserbillig nahe der deutschen Grenze vorbei an den Tankstellen. Foto: Harald Tittel/dpa

LUXEMBURG. Die Befürchtungen, über die Lokalo gestern berichtete, haben sich bewahrheitet: In der Nacht zum heutigen Donnerstag haben die Kraftstoffpreise im Großherzogtum einen neuen Höchststand erreicht. Verbraucherschützer sind alarmiert.

Nachdem der Preis für einen Liter Diesel auf 2,112 Euro je Liter und derjenige für Super 95 auf 1,89 Euro geklettert war, kritisiert der luxemburgische Verbraucherverband ULC (Union Luxembourgeoise des Consommateurs) die Politik in scharfen Worten und fordert unverzüglich weitreichende Gegenmaßnahmen.

In einer Pressemitteilung spricht der Verband von „einer krassen Zumutung für alle Autofahrer“ und verweist auf „Autoschlangen vor den Tankstellen bis in den gestrigen Abend hinein“. Die ULC warnt in diesem Zusammenhang vor sozialem Sprengstoff aufgrund von Kaufkraftverlusten: „Rechnet man noch die zu erwartenden Inflationswellen über die kommenden Monate hinzu, so bedeutet dies eine sehr erhebliche Schwächung der Kaufkraft der Haushalte, mittlerweile übrigens nicht nur der einkommensschwachen Haushalte.

Diese Situation sei „unannehmbar“. Der luxemburgischen Regierung werfen die Verbraucherschützer Tatenlosigkeit vor. Die ULC fordert daher, die Erdgas- und Strompreise zu deckeln, Steuern und Mehrwertsteuer auf Diesel, Benzin und Heizöl zu senken und die CO2-Steuer zeitweise auszusetzen.

Andernfalls drohen drastische Folgen, warnt der Verband: „Immer mehr Luxemburger Haushalte fallen unter das Existenzminimum. Vielen droht das soziale Aus. Auch die Luxemburger Betriebe geraten angesichts der stetigen Verteuerung der Energie zunehmend in die Bredouille“.

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