Flutkatastrophe wird untersucht: Enquete-Kommission beginnt ihre Arbeit

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Foto: dpa

MAINZ. Handlungsempfehlungen aus der Flutkatastrophe im Ahrtal mit 134 Toten will eine Enquete-Kommission des Landtags erarbeiten.

Dabei geht es sowohl um den Katastrophenschutz als auch um Anpassungen an den Klimawandel und den Wiederaufbau. Mit Unterstützung von sechs Fachleuten wollen elf Abgeordnete und Regierungsvertreter zunächst die Gründe, den Ablauf und die Folgen des verheerenden Hochwassers vor rund drei Monaten untersuchen. Auf dieser Grundlage sollen die Empfehlungen erarbeitet werden.

Es solle «kein Papiertiger produziert werden», betonte die Kommissionsvorsitzende Lea Heidbreder in der ersten Sitzung der Kommission am Mittwoch im Mainzer Landtag. Die grüne Abgeordnete war zuvor einstimmig an die Spitze des Gremiums gewählt worden. Sie lobte die breite Expertise der vertretenden Fachleute und betonte, die Arbeit der Kommission sei eine Gemeinschaftsaufgabe über Fraktionsgrenzen hinweg. «Im Ahrtal haben die Menschen Solidarität bewiesen», sagte Heidbreder. «Das sollten wir uns zum Vorbild nehmen.»

Heidbreder, Abgeordnete aller anderen Fraktionen und Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) erinnerten an die schrecklichen Ereignisse der Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli und ihre Folgen und betonten die Verantwortung gegenüber den betroffenen Menschen. Allen sei bewusst, dass es noch lange dauern werde bis wieder «so etwas wie Normalität» ins Ahrtal zurückkehre, sagte Hering. «Es werden seelische Wunden bleiben, und die werden nie ganz heilen.»

Der Abschlussbericht des mit den Stimmen aller Fraktionen eingesetzten Gremiums ist für Mitte 2023 vorgesehen. Zwischenberichte sind auch geplant. Alle Sitzungen sollen öffentlich sein.

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