Höhenretter müssen kollabierten Kranführer aus Kanzel retten

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Foto: Feuerwehr Bochum via Facebook

BOCHUM. In der Nacht zum heutigen Dienstag, 28.9., musste die Feuerwehr Bochum zu einer aufwendigen Rettungsaktion auf dem Gelände von Thyssen Krupp Steel in Wattenscheid ausrücken, wie die Feuerwehr Bochum mitteilt. In der Kanzel eines Brückenkrans auf dem Außengelände des Stahlwerks war ein Arbeiter kollabiert, der nur mit Hilfe von Höhenrettern gerettet werden konnte.

Um 23.30 Uhr wurden zunächst Einsatzkräfte des Rettungsdienstes wegen eines internistischen Notfalls auf das Werksgelände von Thyssen Krupp Steel alarmiert. Vor Ort stellte sich die Lage aber deutlich komplizierter dar, als zunächst vermutet. Der Patient befand sich in der Kanzel eines Brückenkrans in etwa fünf Metern Höhe. Da die Kanzel nur über eine sehr schmale Metalltreppe erreichbar war und der Patient aufgrund seines Zustandes nicht laufen konnte, war eine Rettung des Mannes durch die Rettungsdienstbesatzung unmöglich. Daher forderte diese umgehend weitere Unterstützung an. Neben Einsatzkräften der Feuerwehr Bochum rückte auch die Werkfeuerwehr von Thyssen Krupp Steel sowie Höhenretter der Feuerwehr Essen zum Einsatzort nach Wattenscheid aus.

Um den Patienten möglichst sicher und schonend aus der Krankanzel zu retten, bereiteten die Höhenretter das Abseilen des Mannes vor. Gesichert über einen Teleskopmasten der Werkfeuerwehr wurde eine sogenannte Schleifkorbtrage an der Kanzel in Stellung gebracht. In dieser konnte der Mann, nachdem er noch in der Kanzel durch einen Notarzt medizinisch erstversorgt wurde, sicher auf den Boden abgeseilt und dort in einen bereitstehenden Rettungswagen gebracht werden. Anschließend wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.

Insgesamt dauerte die die aufwendige Rettungsaktion rund eineinhalb Stunden. Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehren Bochum und Essen sowie der Werkfeuerwehr im Einsatz.

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