Rheinland-Pfalz setzt beim Ausbau der Windenergie verstärkt auf Standorte im Wald. Von den im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen Anlagen befanden sich 58 Prozent auf Waldflächen, wie das Umweltministerium am Donnerstag mitteilte. Damit sei Rheinland-Pfalz das Bundesland mit den meisten Windenergieanlagen im Wald. Jedes vierte Windrad im Land dreht sich im Forst.
«Die Energiewende schützt langfristig unsere Wälder, da erneuerbare Energien bei der Erzeugung kein klimaschädliches CO2 ausstoßen», erklärte Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne). Deshalb sei es wichtig, auch im Wald mehr Windenergieanlagen zu errichten.
Windenergie im Wald habe den Vorteil, dass die Standorte oft fernab von Wohngebieten und auf Flächen gelegen seien, an denen der Wind besonders stark wehe. «Das wollen wir weiterhin sinnvoll und naturverträglich nutzen», erklärte die Ministerin.
Von den im Wald installierten Windrädern stehen nach Angaben des Ministeriums 84 Prozent auf kommunalen Flächen. Dies bedeute eine wichtige Einnahmequelle für die Gemeinden – «sie ermöglichen beispielsweise die Finanzierung einer Kita oder eines neuen Spielplatzes».