Trier: A.R.T. Einsammlung ab 1. Januar – der „gelbe Sack“ soll reißfester werden

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Symbolbild; dpa

TRIER. Bereits seit den frühen 90er-Jahren dient der Gelbe Sack – damals noch der Grüne Punkt – als Rücknahmesystem des Handels für Verkaufsverpackungen, die nicht oder nicht komplett aus Papier, Pappe, Karton oder Glas bestehen. Seither werden diese Abfälle getrennt erfasst und verwertet. Die Einsammlung und den Transport vergeben die zehn lizenzierten Betreiber des Dualen Systems in Deutschland meist für drei Jahre an den günstigsten Anbieter.

Vor einiger Zeit hat sich der Zweckverband A.R.T. im Wettbewerb gegen private Anbieter durchgesetzt und übernimmt ab 1. Januar 2021 die Einsammlung für die nächsten drei Jahre. Der gewohnte Service bleibt bestehen und die Abfuhr der Gelben Säcke findet am gleichen Tag wie die Altpapier-Abholung statt. Zudem greift der A.R.T. Kundenwünsche auf und stellt Säcke mit höherer Reißfestigkeit zur Verfügung.

Bestandteil sorgsam trennen
Die Kosten für Einsammlung, Transport, Sortierung und Verwertung der Verpackungen zahlt der Konsument beim Kauf eines Produkts. Wirft man die Verpackungsabfälle in die graue Tonne, hat dies nicht nur den Nachteil, dass diese Abfälle nicht verwertet werden können. Zudem zahlt man die Entsorgung ein zweites Mal, über die Gebühren für die Restmülltonne. Durch das seit Jahresbeginn 2020 geltende Gebührensystem des A.R.T., wonach jede Zusatzleerung extra Gebühren kostet, kann man also durch die Entsorgung der Verpackungen im Gelben Sack Geld sparen.

Bei der Sammlung von Verpackungsabfällen ist darauf zu achten, dass sie nur in Gelben Säcken bereitgestellt werden. Nur so kann eine Abholung der Abfälle garantiert und die Verwertung sichergestellt werden. Um die Voraussetzungen für eine optimale Kreislaufwirtschaft und die Verwertung der wichtigen Rohstoffe sicherzustellen, sollten die einzelnen Verpackungsbestandteile nach Möglichkeit getrennt werden. So wird schon durch das Entfernen des Aludeckels vom Joghurtbecher ein erheblicher Beitrag zum Recycling geleistet.

Gelbe Säcke sind wie gewohnt kostenlos an den bekannten Ausgabestellen erhältlich. Eine Übersicht gibt es im Internet (www.art-trier.de) und in der A.R.T.-App. Derzeit sind wegen Corona nur kontaktlose Abholangebote, wie zum Beispiel im Foyer des Rathaus-Hauptgebäudes möglich. Um möglichst vielen die Chance zu geben, Säcke zu erhalten, darf man jeweils pro Haushalt nur zwei Rollen mitnehmen. Das Interesse an der Entsorgung mit Gelben Säcken ist ungebrochen: In den letzten Jahren wurden allein in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg fast acht Millionen Exemplare ausgegeben.

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