Toter Wolf auf der B51: In der Eifel tödlich verunglückter Wolf kam aus Südhessen

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Lino Mirgeler

BITBURG. Ein in der Eifel überfahrener Wolf kam nach genetischen Untersuchungen aus Südhessen. Bei dem Tier, das von einem Auto auf der Bundesstraße 51 in der Nähe von Bitburg tödlich verletzt wurde, handelt es sich um einen Wolfsrüden, der im September bei Ober-Ramstadt (Kreis Darmstadt-Dieburg) nachgewiesen wurde, wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium am Freitag nach einer Analyse des Senckenberg-Instituts mitteilte. Wölfe stehen in ganz Deutschland unter Naturschutz.

Der Wolf hielt sich nach Angaben des Ministeriums möglicherweise seit mindestens Mai dieses Jahres in Südhessen auf. Sein genetisches Profil zeigt, dass er ursprünglich aus dem Alpenraum stammte. Das getötete Tier ist erst der zweite Wolf, der im rheinland-pfälzischen Teil der Eifel nachgewiesen wurde.

Im Juli waren in der Eifel 18 Schafe und zwei Kälber an verschiedenen Orten von einem Wolf gerissen wurden, der aus einem Rudel im Emsland in Niedersachsen stammte. Zuvor wurden sesshafte Wölfe in Rheinland-Pfalz nur im Westerwald nachgewiesen, darunter ein Wolfsrudel. Ansonsten tauchten immer mal wieder Einzeltiere auf. Der erste Nachweis eines Wolfes nach mehr als 100 Jahren in Rheinland-Pfalz gelang 2012 im Westerwald.

Auch in Hessen erwarten Experten, dass sich Wölfe ansiedeln könnten. Nachweise gibt es unter anderem aus dem Vogelsbergkreis sowie in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder und Werra-Meißner.

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