Maler und Lackierer kommen bislang gut durch die Pandemie

0
Ein Maler arbeitet in einer Wohnung. Foto: Patrick Pleul/Archiv (Quelle: dpa)

Die Auftragslage im Maler- und Lackierer-Handwerk ist trotz der Corona-Pandemie bisher noch gut. Wie sich die Lage in den nächsten Monaten entwickeln wird, ist jedoch ungewiss. Das geht aus einem Bericht von Michael Eschle, Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Trier-Saarburg hervor, welcher auf der Jahreshauptversammlung der Innung von Ehrenlandesinnungsmeister Jörg Baumann vorgestellt wurde.

Die Corona-Pandemie hatte auch Auswirkungen auf die Berufsschule. Der Unterricht fand online stand. Doch zu Beginn der Pandemie sei es schwierig gewesen, diesen Online-Unterricht umzusetzen. Das zeigte die Mail der Fachlehrerin der Berufsbildenden Schule Gestaltung und Technik in Trier. Betriebe haben zum Teil Auszubildende für den Online-Unterricht freigestellt. Zum Teil erledigten diese die Unterrichtseinheiten in den Ausbildungsbetrieben. Im Fall einer erneuten Schließung der Berufsbildenden Schule müsse eine bessere Abstimmung aller Beteiligten erfolgen.

An der Sommergesellenprüfung haben 18 Auszubildende teilgenommen, 15 waren erfolgreich. Lars Hornetz war der beste Maler und hat seine Prüfung mit „gut/gut“ abgelegt. Die Zwischenprüfungen wurden im Frühjahr ausgesetzt und werden im Herbst nachgeholt.

Die Öko 2021 wurde bereits abgesagt, da nicht sicher ist, wie sich die Pandemie bis dahin entwickeln wird. Der diesjährige Landesverbandstag in Bad Kreuznach wird aufgrund der Corona-Pandemie ebenfalls ausfallen, die reine Delegiertentagung jedoch stattfinden.

Baumann berichtete, dass das Thema Schwarzarbeit auf Bundes- und Landesebene weiterverfolgt werde. Olaf Fackler, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg, berichtete über das Regensburger Modell der Kreishandwerkerschaft und die Schwierigkeiten bei der direkten Verfolgung der Schwarzarbeit vor Ort. Er verwies auf die guten Ergebnisse bei der Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs. Hier werden Abmahnungen für falsche Werbung ausgesprochen.

Baumann ging auch auf die Problematik der Verwandtschaftserklärung zum Raumausstatter-Handwerk ein. Alle Betriebe, die bisher ohne Meisterqualifikation in die Handwerksrollen eingetragen wurden, genießen einen Bestandsschutz. So könnten diese Betriebe theoretisch ebenfalls Tätigkeiten aus dem Maler- und Lackierer-Handwerk ausführen. Baumann fordert, dass auch zukünftig sichergestellt ist, dass es eine eigenständige und unabhängige Geschäftsführung der Maler-Verbände gibt. Nur so könnten die Belange des eigenen Handwerks ausreichend vertreten werden.

Die Neuordnung der Ausbildungsverordnung zum Maler hängt zurzeit an der Uneinigkeit über die Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter (BOB). Eine politisch geforderte Gleichstellung des BOB-Abschlusses mit der dreijährigen Ausbildung kann in Bezug zur Weiterbildung zum Meister nicht akzeptiert werden.

Olaf Fackler bat die Anwesenden um ihre aktive Unterstützung bei der Schulkooperation, nur so könne langfristig qualifizierter Nachwuchs für das Handwerk gewonnen werden. Zur Nachwuchsgewinnung wurden Ausbildungsvideos produziert. Diese sollen in den sozialen Medien eingesetzt werden. Zusätzlich gibt es weiteres Material für die Nachwuchswerbung im Werbemittelshop des Bundesinnungsverbandes Farbe.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.