„Corona-Risikogebiet“ Luxemburg: Kritik aus der Politik und was Pendler jetzt beachten müssen

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Foto: Sven Hoppe/dpa-Archiv

TRIER. Wer aus Luxemburg nach Rheinland-Pfalz reist, muss zunächst in Quarantäne und das örtliche Gesundheitsamt informieren – mit einigen Ausnahmen. Darauf hat das Gesundheitsministerium in Mainz am Montag hingewiesen. Ausgenommen seien Menschen, die beruflich pendeln. Auch Reisen aus medizinischen oder anderen triftigen Gründen – wie etwa Prüfungen an der Universität – sind möglich. Die Quarantäneanordnung gelte auch nicht bei Reisen nach Luxemburg, die weniger als 72 Stunden dauern. «Auch, wer einen negativen Corona-Test hat, der gerechnet vom Zeitpunkt der Einreise nicht älter als 48 Stunden ist, muss nicht in Quarantäne.»

Nachdem die Bundesregierung Luxemburg am Freitagabend erneut wegen steigender Corona-Fallzahlen zum Risikogebiet erklärt hatte, gelten diese Regelungen dem Ministerium zufolge mindestens bis Mitte Oktober. Zum 15. Oktober habe der Bund eine Muster-Quarantäneverordnung angekündigt, um Einreisen aus Risikogebieten zu regeln.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte: «Wir dürfen Länder wie Luxemburg nicht dafür bestrafen, dass sie sehr viel testen.» Bei der Risikobewertung werde in den Bundesländern längst die Gesamtsituation betrachtet, das sollte auch im internationalen Vergleich stärker berücksichtigt werden.

Die Regierung des Großherzogtums Luxemburg hatte frühere Grenzschließungen und Reisewarnungen seitens Deutschlands stets kritisiert. In dem kleinen Land mit seinen etwa 630 000 Einwohnern gibt es zahlreiche Berufspendler, die regelmäßig die Grenze überqueren. Sie sind allerdings von Quarantäneregeln ausgenommen.

Die Einstufung als Risikogebiet und die anschließende Reisewarnung erfolgen, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Derzeit sind 15 von 27 EU-Ländern zumindest teilweise Corona-Risikogebiete. (dpa)

3 KOMMENTARE

  1. Die sollen mal die Zahlen den Verhältnissen anpassen. Pandemie fast ohne Kranke aber 50/100T/Woche. Die sind nicht normal und die kriegen nichts hin. Der Bund eiert schon lange rum und man muss trotz negativen Test zwei Wochen in Quarantäne bleiben. Das versteht doch niemand mehr.

  2. Die merken gar nicht wie lächerlich und unglaubwürdig die sich machen…
    Ein Pendler oder Student ist also ausgenommen von Corona?
    Oder wieso dürfen die ins Ländchen ohne Test und Quarantäne?
    Das ist der gleiche Witz, wie mit den Schulkindern, in der Klasse nebeneinander sitzen ohne Abstand, aber auf dem Schulhof mit Maske.
    Hier passt so vieles nicht…..
    Am besten aufwachen und selbst denken!!!

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