SAARLAND. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will mit ihren Kollegen aus Frankreich und Großbritannien über die sicherheitspolitische Rolle Europas beraten.
Das Treffen am Donnerstag und Freitag im Saarland sei das erste formale Treffen der Verteidigungsminister im sogenannten E3-Format, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Berlin mit. Das E3-Format der drei größeren europäischen Staaten war schon in den Verhandlungen zum iranischen Nuklearprogramm Bestandteil sicherheitspolitischer Abstimmungen.
«Ich möchte die deutsche EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um zusätzlich auch im E3-Format über mehr europäische Handlungsfähigkeit in der Verteidigungspolitik und Europas Rolle in der Welt zu sprechen», erklärte Kramp-Karrenbauer. «Die Krisen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, die teilweise Neuorientierung der USA, die rüstungspolitischen und technologischen Herausforderungen sowie auch die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie erfordern, dass wir die europäischen Kräfte noch besser bündeln.» Für Deutschland und Frankreich werde die sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Großbritannien trotz des Brexit weiter sehr hohe Bedeutung haben.
Am Donnerstag reist zunächst der britische Außenminister Ben Wallace zu einem Gespräch an. Nach der Dreierrunde wird Frankreichs Außenministerin Florence Parly noch etwas länger für bilaterale Absprachen bleiben. (dpa)















