Freiwillige “Corona-App“ – so äußert sich der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte

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Foto: dpa-Archiv

Nach Einführung der Corona-Warn-App hat der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Dieter Kugelmann gemahnt, dass die Nutzung der Handy-Software in jeder Situation freiwillig bleiben muss. Es dürfe nicht dazu kommen, dass dies ausgehöhlt werde, erklärte Kugelmann am Dienstag in Mainz. «Es darf nicht passieren, dass etwa Gaststättenbetreiber, Konzertveranstalter oder private Busunternehmer irgendwann sagen: ‚Wir akzeptieren nur Kunden und Gäste, die die App heruntergeladen haben‘.»

«Die App ist aus der Datenschutz-Perspektive in Ordnung», erklärte Kugelmann. «Man kann sie sich guten Gewissens herunterladen.» Allerdings dürfe die App nicht zur Dauerlösung werden. Wenn die Corona-Pandemie besiegt sei, sollte die Anwendung nicht mehr auf dem Smartphone aktiviert sein.

Die App sendet über die Nahfunktechnik Bluetooth im Abstand von zweieinhalb bis fünf Minuten eine Serie von Identifikationsnummern (ID) in die nähere Umgebung. Gleichzeitig werden Bluetooth-Signale von anderen empfangen. Halten sich Nutzer, die beide die App laufen haben, nebeneinander auf, tauschen die Smartphones ihre IDs aus. Die App wertet die Dauer des Kontakts aus und registriert dabei, wie stark das Bluetooth-Signal war. Aus der Signalstärke lässt sich der ungefähre Abstand berechnen.

Wer positiv auf Covid-19 getestet wurde, trägt diesen Status selbst in die App ein. Um einen Missbrauch zu verhindern, muss dieser Status offiziell bestätigt werden. Wer sich in der Nähe infizierter Personen aufgehalten hat, wird darüber informiert und kann Schutzmaßnahmen ergreifen – etwa sich testen lassen oder sich in eine Quarantäne begeben, um andere vor einer Ansteckung zu bewahren.

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