“Rosen ins Bordell“ – Mit Rosen Ängste und Misstrauen abbauen

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TRIER. Die AIDS-Hilfe Trier und das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung führten zum fünften Mal die Aktion „Rosen ins Bordell“ durch. Sie sprachen dabei mit Prostituierten in Clubs, Wohnungen und Bars über Wertschätzung, das Prostituiertenschutzgesetz und Gesundheitsschutz.

Bereits seit 2015 führen Tanja Zerfaß – die als Sozialarbeiterin zusammen mit der Gynäkologin Dr. Barbara Noldin-Bretz Ansprechpartnerin für Prostituierte im Gesundheitsamt ist – und ihre Kollegin Katja Sauer von der AIDS-Hilfe die Aufklärungsaktion in den Prostitutionsstätten in Stadt und Kreis durch. Die Blume soll als Zeichen der Wertschätzung einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Frauen in der Prostitution leisten. Aktionen wie diese sollen Ängste und Misstrauen gegenüber Behörden und beratenden Personen abbauen.

Der gestiegene Bekanntheitsgrad der aufsuchenden Arbeit ist auch auf die Website www.sexarbeit-trier.de zurückzuführen. Das Informationsportal zu Fragen um Gesundheit, Verhütung, rechtliche Aspekte und Anlaufstellen im Notfall wurde von der AIDS-Hilfe und dem Gesundheitsamt gestaltet. Die Inhalte sind außer in Deutsch auch in Englisch, Russisch, Bulgarisch, Rumänisch und Spanisch abrufbar und audiovisuell aufbereitet. Die Seite wurde weiterentwickelt und enthält nun auch alle aktuellen Informationen zum Prostituiertenschutzgesetz. „Rosen ins Bordell“ soll auch 2020 seine Fortsetzung finden. Und dank der Blumenläden, die die Aktion durch ihre Blumenspenden unterstützen, stehen die Chancen dafür nicht schlecht.

Hintergrundinformationen

Das Angebot der Beratungsstelle für SexarbeiterInnen am Gesundheitsamt Trier-Saarburg umfasst aufsuchende Arbeit und Beratung, kostenfreie Untersuchungen sowie Tests auf sexuell übertragbare Infektionen und Beratung in sozialen Angelegenheiten. Tel. 0651/715579, Mail: [email protected]

Die AIDS-Hilfe Trier e.V. ist eine Beratungsstelle zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Sie besteht seit 1985 und ist auch in der Präventions- sowie der Betroffenenarbeit aktiv. Büro: Tel. 0651/970440; Anonymes Beratungstelefon: 0651/19411; www.aidshilfe-rlp.de/trier

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