Gefährliche Tropenmücke breitet sich in Rheinland-Pfalz aus

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Bildquelle: pixabay.com

REGION TRIER. Die Stechmücke „Tigermoskito“ (Aedes albopictus)ist eigentlich in asiatischen Tropen und Subtropen daheim. Nun verbreitet sich der Krankheitsüberträger auch in in Rheinland-Pfalz aus.

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) gehört zu den hundert schlimmsten invasiven Mückenarten und ist alles andere als ungefährlich: Sie überträgt Gelbfieber, Zika und Dengue.

Besonders unangenehm: Einige der exotischen Insekten haben bereits Baden-Württemberg (vor allem die Metropolregion Rhein-Neckar) und Rheinland-Pfalz erreicht. Experten rechnen damit, dass sich die Tigermücke noch weiter in Richtung Norden durch Rheinland-Pfalz ausbreitet.

Der Tigermoskito, wie die Mücke aufgrund ihres weiß-schwarz-getigerten Aussehens auch genannt wird, ist zwischen 2 und 10 Millimeter groß – wobei die Männchen bis zu 20 Prozent kleiner sind als die Weibchen, die – wie bei anderen Stechmückenarten auch – die Blutsauger sind.

Seit den 1990er Jahren verbreitet sie sich langsam aber sicher in Europa – eingeschleppt durch Warentransporte oder Reisende. Die Tigermücken kommen in ländlichen, aber auch in städtischen und vorstädtischen Gebieten vor- Hauptsache, Menschen sind in der Nähe! Denn die Tigermoskitos werden von Kohlendioxid und einer Substanzen-Kombination angezogen, die auf menschlicher Haut vorkommt (eine Mischung aus Fett- und Milchsäuren und Ammoniak).

Ihre 40 – 90 schwarzen Eier legen die Asiatischen Tigermücken beispielsweise in Blumenvasen, Pflanzenuntersetzern, Eimern, Dosen, Regenrinnen, Gullis, Flaschen, Gläsern – und sogar gelagerten Autoreifen ab. Die Eier können Trockenheits- und Kälteperioden überdauern.

Generell erwarten Fachleute, dass das Jahr 2017 ein Jahr der Mückenplagen wird. Aufgrund der warmen Temperaturen sind bereits die ersten Insekten unterwegs – und das schon zwei bis drei Wochen früher als sonst! Wird es dann wieder feucht und warm, drohe eine regelrechte Plage, schätzt Biologin Doreen Walther, Mückenexpertin im Leibniz-Zentrum in Müncheberg. Vor allem in Rheinland-Pfalz haben die Eier der Mücken in Brutstätten wie Regentonnen oder Pfützen überstanden.

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