Ölpreis sorgt weiterhin für Unruhe auf den Aktienmärkten

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Bildquelle: pixabay

Der Sturzflug des Ölpreises ist seit Wochen und Monaten ein stetes Diskussionsthema und eine Aussicht auf eine Besserung der Lage scheint zurzeit nicht in Sicht. Seit Januar waren viele Fachleute davon ausgegangen, dass mit einer Deckelung der Ölförderung zu rechnen sei, um diesen negativen Trend aufzuhalten. Die Krise, die sich in einen regelrechten Preiskrieg entwickelt hat, dürfte nach den neuesten Geschehnissen nun allerdings doch kein Ende finden.

Nachdem die ersten Voraussagen des Jahres einen positiven Trend erhoffen ließen, hatte sich der Ölpreis auf den Weltmärkten vorübergehend erholt und war um fast 60 % auf nahezu 45 EUR pro Barrel gestiegen. Die Anleger hatten Hoffnung geschöpft, als sich Saudi- Arabien, Venezuela, Katar und Russland  auf eine Stabilisierung der Fördermenge geeinigt hatten, um den Ölpreis zu stützen.

Der Iran, gerade von den westlichen Sanktionen befreit, hatte nun dem Aufruf der anderen OPEC-Länder die Ölfördermenge einzufrieren nicht folgen wollen. Konkurrent Saudi-Arabien hatte vorher deutlich gemacht, nur dann zu Maßnahmen bereit zu sein, wenn diese gleichermaßen für alle OPEC-Länder gelten.

Die Nachricht über den gescheiterten Öl-Gipfel löste nun also einen erneuten Sturzflug des Rohstoffpreises an den Börsen weltweit aus. Ein Ende dieser Talfahrt ist nun vorerst nicht mehr in Sicht. Ob in Russland, Asien, Europa oder Nordamerika, überall verlor der Ölpreis um mehrere Prozentpunkte Seit Sommer 2014 hat der Ölpreis bislang einen Wertverlust von rund 60 % hinnehmen müssen. Wie weit es nun abwärts geht, wird sich noch zeigen müssen.

Ölpreis-Rückgang verschärft Devisenmärkte

Dies blieb natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Devisenkurse, der US-Dollarkurs und der russische Rubel gaben stark nach. Der japanische Yen wertete dem Dollar gegenüber auf und musste so wiederum einen Rückgang seiner Exporte in Kauf nehmen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Negativzinspolitik in Japan, war dies erstmal kein gutes Omen.

Aber Japan steht hier nicht allein auf weiter Flur. Auch anderen Ländern, die ihre Wirtschaftskraft überwiegend aus dem Export ziehen, machen die nachgebenden Devisenkurse zu schaffen. Der sinkende Ölpreis und die damit verbundenen Rückgänge an der Börse könnten den leichten Aufwärtstrend, der durch die Niedrigzinspolitik angestrebt wird, schnell zunichte machen. Noch scheinen sich die Auswirkungen in Grenzen zu halten. Es bleibt zu hoffen, dass die sehr komplexen Zusammenhänge an den oft sehr empfindlich reagierenden Börsenmärkten dazu beitragen, dass ein weiterer Sturzflug der Kurse vorerst ausbleibt.  Es bleibt also auch hier spannend auf dem internationalen Finanzparkett.

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