Zukunft des Deutschland-Tickets: Wissing sieht Länder am Zug – Preis ist “Sache der Länder”

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Ein Hinweis für das Deutschlandticket steht auf einem Fahrkartenautomat. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

MAINZ. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sieht beim Deutschlandticket eindeutig die Bundesländer am Zug. Der Preis sei in erster Linie Sache der Länder. Sie könnten zum Beispiel die Strukturen günstiger gestalten «und müssten stärker für das Ticket und um neue Abonnenten werben, um den Preis günstig zu halten».

Dies sagte der FDP-Politiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Wichtig sei es auch, «auf Konkurrenzprodukte» wie das 29-Euro-Ticket in Berlin oder Tickets für einzelne Städte zu verzichten. «Dies geht an der Idee des Deutschlandtickets vorbei».

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Länder hatten vereinbart, dass ungenutzte Zuschüsse aus diesem Jahr 2024 zum Ausgleich von Einnahmeausfällen bei Verkehrsunternehmen verwendet werden können. Die Verkehrsminister der Länder sollen noch vor dem 1. Mai 2024 ein Konzept zur Umsetzung des Tickets im kommenden Jahr erarbeiten.

Auf Wunsch der Länder sei bei dem Beschluss ausdrücklich eine «Nachschusspflicht» ausgeschlossen worden, betonte Wissing. «Damit ist der Finanzrahmen gesetzt.» Bund und Länder geben in diesem und im nächsten Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr für das derzeit 49 Euro teure Deutschland-Ticket aus. (Quelle: dpa)

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