Anhaltende Trockenheit: Droht Rheinland-Pfalz die Weihnachtsbaum-Knappheit?

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Eine vertrocknete, etwa zweijährige Weißtanne, steht in einer Anpflanzung. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

BAD KREUZNACH/WIEBELSHEIM. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit verzeichnen Weihnachtsbaum-Betriebe in diesem Jahr vermehrte Ausfälle. Besonders betroffen seien im Frühjahr gepflanzte Jungbäume, sagte Lars Zimmermann, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises rheinland-pfälzischer Weihnachtsbaumproduzenten. «Wir gehen bei Pflanzungen im Frühjahr von Ausfällen von 40 bis 50 Prozent aus», sagte Zimmermann mit Blick auf von ihm geprüfte Flächen.

Allerdings gebe es regionale Unterschiede. «Es reicht bei Jungpflanzen, wenn sie im Sommer dreimal Regen bekommen haben. In Flächen, wo seit Mai kein Regen da war, ist es schwierig», sagte Zimmermann, gleichzeitig zweiter Vorsitzender des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger. In bestimmten Regionen fielen die Ausfälle demnach auch geringer aus. Engpässe seien indes nicht zu befürchten. «In diesem Jahr wird es keine Probleme, Einschränkungen und Einbußen geben», hieß es. Die in diesem Jahr gepflanzten Weihnachtsbäume werden demnach in zehn bis zwölf Jahren verkauft. «Vielleicht fällt dann mal eine Größe aus, aber es gibt keinen Grund, auf Plastikbäume auszuweichen», sagte Zimmermann.

Im Frühjahr seien 30 Prozent mehr Jungpflanzen gepflanzt worden als normalerweise, hieß es. Ausfälle würden einkalkuliert. Die Trockenperiode in diesem Jahr war Zimmermann zufolge länger als 2018, dem bis dato «heftigsten Jahr» für Weihnachtsbaum-Pflanzungen. Aufgrund der Ausfälle werde in diesem Jahr mit einer Herbstpflanzung geplant. (dpa)

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