Tierseuchenkassen-Vorstand: Wildschwein-Bestand in Rheinland-Pfalz reduzieren

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Foto: dpa-Archiv

PIRMASENS. Zum Schutz der Nutztierbestände vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) fordert der Vorsitzende der Tierseuchenkasse in Rheinland-Pfalz weitergehende Schritte. «Was Wildschweine angeht, könnte mehr getan werden», sagte Uwe Bißbort der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Der Bestand der Schwarzkittel, die ASP einschleppen könnten, müsse deutlich reduziert werden. Waldbiologen sprächen von einem optimalen «Zielbestand» von zwei Wildschweinen pro 100 Hektar, erklärte Bißbort, der selbst Schweine in einem Betrieb in Pirmasens hält. In Rheinland-Pfalz seien es 15 bis 25 Tiere pro 100 Hektar.

In Rheinland-Pfalz gibt es seit 2013 ein Monitoring auf ASP. Seit 2018 bekommen Jäger eine Prämie in Höhe von 50 Euro für die Beprobung von Fallwild, also Wildkadavern. Die Schonzeit für Wildschweine wurde aufgehoben, auch das Verbot künstlicher Lichtquellen bei der Nachtjagd. Zudem wurde ein mehrere Kilometer langer Elektrozaun für den Fall einer ASP-Einschleppung angeschafft, der bei Bedarf ein betroffenes Gebiet abgrenzen kann.

1 KOMMENTAR

  1. Na klar, die Jäger sollens, „zum Schutz der Nutztiere“, richten. Wildtiere am besten direkt vollständig ausrotten damit die ungehemmte Produktion und der Konsum von Billig(st)fleisch schön weitergehen kann und nicht gefährdet wird. Ist eben ein lukratives Geschäft…
    Wie wäre es denn mal die, zum Teil perverse, Massentierhaltung einzuschränken? Hier „könnte mehr getan werden“- ganz sicher!

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