Feuerwehrmann erhält Unterstützung von über 820 Lebensrettern

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Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von mehr als 50.00 Euro. Kosten, für die im deutschen Gesundheitssystem keine Finanzierung vorgesehen ist.

Bildquelle: STEFAN-MORSCH-STIFTUNG

SALMTAL. Mehr als 820 Frauen und Männer aus der Region ließen sich als mögliche Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren um dem leukämiekranken Feuerwehrmann Hermann und anderen Patienten Hoffnung im Kampf gegen Blutkrebs zu geben. Rund 13.000 Euro an Spenden für die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke kamen schon im Vorfeld zusammen. „Wir sind begeistert von der großen Resonanz der Aktion und hoffen jetzt, dass der genetisch passende Spender für Hermann dabei ist“, sagt Christiana Hamm, Beisitzerin des Vereins „Wir wollen helfen“. Gemeinsam mit dem Verein, der Feuerwehr Salmtal und dem SV Dörbach organisierte sie die Hilfsaktion für den dreifachen Vater.

Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung war groß: Wer konnte ließ sich typisieren, spendete Geld oder stellte Kuchen zum Benefizverkauf zur Verfügung. Auch der Getränkeerlös kommt der Leukämiehilfe zu gute. „Der Andrang hat unsere Erwartungen übertroffen“, erzählt die Beisitzerin. „Viele Jugendliche kamen mit ihren Eltern vorbei, weil sie ihr Einverständnis zur Typisierung brauchten. Obwohl die Typisierung nur für bis 40-Jährige kostenlos ist, kamen etliche ältere und übernahmen die Kosten selbst, ganze Sport- und Feuerwehrmannschaften registrierten sich und Spaziergänger kamen spontan herein und informierten sich – alles, um zu helfen! Zeitweise waren so viele Leute da, dass wie sie zuerst zum Kuchenessen schickten, um ihnen die Wartezeit bis zur Blutabnahme zu verkürzen.“


Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von mehr als 50.00 Euro. Kosten, für die im deutschen Gesundheitssystem keine Finanzierung vorgesehen ist. Spenden, wie die, die in Salmtal zusammengekommen sind, werden zur Finanzierung dieser Kosten eingesetzt.

Die mehr als 820 Blutproben sind im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung eingetroffen und werden nun auf die für eine Transplantation relevanten genetischen Gewebemerkmale (HLA-Werte) untersucht und in der Datei gespeichert. Kommt man als Spender für einen Patienten in Frage, nehmen Mitarbeiter der Stiftung den Kontakt auf und betreuen die potenziellen Spender bei allen Schritten. Dadurch hat eine Typisierungsaktion immer eine nachhaltige Wirkung.

Die nächsten Typisierungstermine im Kreis Bernkastel-Wittlich:
Dienstag, 3. März, 17.00 bis 20.30 Uhr, in der Mehrzweckhalle, Maarechenweg, in Niersbach
Dienstag, 10. März, 17.30 bis 21.00 Uhr, in der Moseltalhalle, Bahnhofstr. 29, in Piesport

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