2014 war ein gutes Jahr – Gastronomie ist zufrieden

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Bildquelle: Wikipedia

TRIER. „Zufrieden“ ist ein Wort, das man in der Wirtschaft nicht häufig hört. Die Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe sind es aber mit dem Jahr 2014. Das ergab eine entsprechende Umfrage der Industrie- und Handelskammer Trier. Nicht ganz so rosig dagegen sehen die Wirte und Hoteliers auf das neue Jahr. Nicht zuletzt der Fachkräftemangel macht ihnen sorgen.

Obwohl im vergangenen Sommer nicht immer die Sonne vom Himmel strahlte, sind die heimischen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe mit der Saison 2014 zufrieden. 47 Prozent aller Betriebe stufen die Geschäftslage als gut ein. Das geht aus der aktuellen Saisonumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier hervor. Besonders die Gastronomie bewertet die Geschäftslage besser als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+8,4 Prozent).

Die Aussichten auf die kommende Saison sind jedoch verhalten. Insgesamt gehen 65 Prozent der Befragten von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus. In der Gastronomie glauben nur 8,8 Prozent an eine günstiger verlaufende Saison 2015.

15 Prozent mehr Übernachtungen

2014 sind die Umsätze im Gastgewerbe in der Region Trier gestiegen. Vor allem die Menschen aus der Region haben wieder mehr Appetit: Im Vergleich zum Vorjahr haben heimische Gäste der Gastronomie fast 12 Prozent mehr Umsatz eingebracht. Erfreulich ist auch der Trend bei den Übernachtungen: Die durchschnittliche Auslastung der Betriebe lag 2014 bei 51,2 Prozent – 15,1 Prozent mehr als in der Vorsaison.

Der Klimaindex, der sich aus der Einschätzung der Geschäftslage des Vorjahres und den Erwartungen an die kommende Saison zusammensetzt, ist im gesamten Gastgewerbe nur minimal um 0,5 Prozent auf 112,2 Punkte gesunken. „Somit ist das konjunkturelle Klima in der Freizeit- und Tourismuswirtschaft weiterhin positiv“, sagt Silvia Fries, Tourismusreferentin der IHK Trier.

Fachkräfte aus dem Ausland sind gefragt

Die größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung 2015 sind aus Sicht der Tourismusbranche die Energiepreise (70,7 Prozent), die Arbeitskosten (56 Prozent) und der Fachkräftemangel (47,4 Prozent). 40 Prozent der Betriebe geben an, offene Stellen nicht besetzen zu können, da die passenden Arbeitskräfte fehlen. Daher plant jeder Zweite, Fachkräfte aus dem Ausland und/oder mehr ältere Mitarbeiter einzustellen. Obwohl seit Jahresbeginn für die gesamte Branche der gesetzliche Mindestlohn gilt, passen Gastronomie und Beherbergung die Preise nur geringfügig an – oder gar nicht, wie 74 Prozent aussagen.

Die Wanderregion Trier

Die Region Trier hat in den vergangenen Jahren stark in die touristische Wanderinfrastruktur investiert. In der IHK-Umfrage zeigt sich, dass vor allem die Beherbergungsbetriebe mit knapp 66 Prozent den Wandertourismus als positiv für ihr Unternehmen ansehen. „Die räumliche Nähe der Betriebe zu einem Wanderweg spielt eine große Rolle. Viele Gastgeber haben sich auf diese Zielgruppe eingestellt und bieten entsprechende Arrangements an“, berichtet Fries. Vom höheren Bekanntheitsgrad der Region als Wandergebiet und der gestiegenen Nachfrage im Restaurant- beziehungsweise Terrassengeschäft profitieren die Betriebe ebenfalls. Die meisten Wanderer, die hier unterwegs sind, kommen aus Nordrhein-Westfalen und dem nahen Ausland, zehn Prozent aus Rheinland-Pfalz selbst oder dem Saarland.

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