SAARBRÜCKEN – Nach monatelangen Ermittlungen ist es der saarländischen Polizei gelungen, einen bedeutenden Fahndungserfolg zu erzielen. Ein 27-jähriger rumänischer Staatsbürger, gegen den bereits seit Mai 2025 ein europäischer Haftbefehl des Amtsgerichts Saarbrücken vorlag, konnte in Belgien festgenommen werden.
Dem Mann wird vorgeworfen, als führendes Mitglied einer organisierten Bande agiert zu haben. Die Ermittler konzentrierten sich dabei auf systematische Manipulationen im Gebrauchtwagenhandel.
Systematische Manipulation von Fahrzeugdaten im Zeitraum 2022-2024
Das Vorgehen der Tätergruppe war laut Polizeibericht professionell organisiert. Die Gruppierung kaufte gezielt Fahrzeuge mit hohen Kilometerlaufleistungen auf. Im Anschluss wurden die Tachostände manipuliert und die dazugehörigen Dokumente gefälscht. Durch diese Wertsteigerung erzielte die Bande bei den anschließenden Verkäufen erhebliche Gewinne zulasten der Käufer. Die saarländischen Zielfahnder verfolgten die Spur des Gesuchten über mehrere Länder hinweg, bis diese schließlich nach Belgien führte.
Festnahme und Überstellung an die deutsche Justiz
Die Festnahme erfolgte am 6. März 2026 durch belgische Einsatzkräfte in enger Abstimmung mit den Beamten aus dem Saarland. Nach Abschluss der erforderlichen juristischen Formalitäten wurde der Tatverdächtige am 24. März 2026 nach Deutschland überstellt. In Saarbrücken wird er nun dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Polizei prüft derzeit, inwieweit weitere Personen der Bande für die Taten im südwestdeutschen Raum verantwortlich gemacht werden können.
















