Gefahr aus dem Wald? Wölfe erobern Rheinland-Pfalz zurück – noch keine Angriffe auf Menschen!

Dass Wölfe Schafe reißen, wird immer wieder bekannt. Meldungen über Konfrontationen mit Hunden oder gar Menschen gibt es Rheinland-Pfalz nicht.

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Ein Wolf
Foto: Christian Charisius/dpa

MAINZ. Die Zahl der sesshaften Wölfe steigt in Rheinland-Pfalz. Der Wolfsbestand im Land sei in den vergangenen Jahren von einem Rudel im Jahr 2022 auf vier Rudel im Jahr 2024 angewachsen, teilte Umweltministein Katrin Eder (Grüne) auf eine parlamentarische Anfrage des Landtagsabgeordneten Stephan Wefelscheid von den Freien Wählern in Mainz mit.

158 Mal sei im vergangenen Jahr die Sichtung von einem Wolf aus der Bevölkerung gemeldet worden.

Hinweise auf Auswirkungen der im Land fest beheimateten Wölfe in Westerwald und Hunsrück auf den Tourismus in Rheinland-Pfalz lägen der Landesregierung nicht vor, berichtete die Umweltministerin. Konfrontationen zwischen einem Hund und einem Wolf seien ebenfalls nicht bekannt. Die weitere Entwicklung des Wolfsbestands in Rheinland-Pfalz könne nicht konkret prognostiziert werden. Sollten sich Tiere außerhalb der bereits ausgewiesenen Präventionsgebiete etablieren, würde es zu einer weiteren Ausweisung dieser Regionen kommen.

Wolf soll in Jagdrecht aufgenommen werden

Die Umweltministerin hatte jüngst angekündigt, dass der Wolf nun doch in das rheinland-pfälzische Jagdrecht aufgenommen werden soll. Auf diesem Wege soll ein Abschuss von Tieren mit problematischem Verhalten unter bestimmten Voraussetzungen erleichtert werden. Auch mit einer Aufnahme in das Jagdrecht bleiben die Hürden für den Abschuss eines Wolfs aber hoch.

Laut Umweltministerium soll zunächst eine ganzjährige Schonzeit gelten. Ein Wolf darf also weiter nur «entnommen» werden, wie es im Fachjargon heißt, wenn er ernste wirtschaftliche Schäden verursacht – etwa weil er Nutztiere reißt oder Menschen gefährdet. Dazu ist immer eine Einzelfallentscheidung nötig. Im vergangenen Jahr wurden in Rheinland-Pfalz mehr als 300 Wolfsnachweise gezählt.

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17 Kommentare

  1. Immer diese Schlagzeilen ..vom bösen Wolf..und all die anderen (weißer Hai,..böser Hund…böser Bär…usw.)….nur um die Aufmerksamkeit der Öffendlichkeit und die Klicks zu generieren….schrecklich…

  2. Ich finde es darf keine Wolfsjagd geben, das ist doch alles nur noch Tiertötung. dann müsste man auch Katzen , usw Töten . Der Mensch ist das Raubtier.

    • Der Wolf hat hier im dicht besiedelten Mitteleuropa nichts zu suchen. Genau so wenig wie die ProblemBären in Südtirol und dem Trentino! Wenn Waldi und M.L. mit den putzigen Tierchen spielen wollen ….. auf zum Yukon! Da könnt ihr auch noch nach Goldstücken zusammen mit ihnen graben. Allez

  3. Menschen gehören nicht zur Beute von Wölfen. Wölfe betrachten Menschen eher mit Vorsicht und versuchen, ihnen aus dem Weg zu gehen. Angriffe auf Menschen sind äußerst selten und treten in der Regel nur unter besonderen Umständen auf, wie zum Beispiel bei tollwütigen Wölfen.
    Gesunde, wildlebende Wölfe zeigen normalerweise kein aggressives Verhalten gegenüber Menschen und reagieren eher scheu. Solange Wölfe als Wildtiere behandelt werden und keine Provokation oder Anfütterung stattfindet, besteht kein Grund zur Sorge
    Quelle: Allgemeinwissen

  4. Man kann unsere Besiedlung nicht mit der Besiedlung im 18. Jahrhundert vergleichen. Es ist alles dicht besiedelt und der Wolf wird seine ursprüngliche Scheu verlieren. Außerdem nimmt er sich sein Futter dort, wo es ihm auf dem Silbertablett serviert wird. Da ist er ganz Mensch. Also auf den Weiden, offenen Ställen usw. Der Wolf wurde nicht umsonst damals ausgerottet. Er hat damals sehr wohl auch Menschen angegriffen. Ich bin nicht für eine komplette Entfernung des Wolfes. Jetzt sind es auf jeden Fall zu viele. Es wird immer nur vom armen Wolf gesprochen bei den Befürwortern. Die angefressenen und ihrem Leid und Schmerzen überlassenen Tiere finden nicht wirklich Erwähnung. Im Blutrausch wird auch schon mal mehr Beute gerissen als zum Überleben nötig wäre. Die Landwirte werden auch nicht zu 100 Prozent entschädigt. Die Befürworter dieser Populationen sitzen meist wohlbehütet in geschützten Wohnungen in der Stadt und haben von der Realität keine Ahnung. Ich möchte keinem Wolf begegnen, was aber immer wahrscheinlicher wird.

    • „Im Blutrausch“ 🤣 Zu viele Werwolf-Filme auf Netflix geschaut?
      Wölfe handeln aus Überlebensinstinkt und nicht aus einer emotionalen oder willkürlichen Aggression. Wenn sie manchmal mehr Tiere reißen, als sie direkt fressen können, ist das auf bestimmte Verhaltensmuster zurückzuführen, etwa eine günstige Gelegenheit oder das Ziel, Beute für später zu sichern. Der Wolf wurde in in frühen Mythen und Legenden oft mit dunklen Mächten und dem Teufel assoziiert. Märchen wie „Rotkäppchen“ verstärkten die Angst vor dem „bösen Wolf“.

      • …auf den Punkt getroffen…..👍…..diese Märchen sind bei einigen bis heute unwiederbringlich
        im „Kleinhirn“ gespeichert…

      • Sie sollten in die Politik. Total am Thema vorbei quatschen und ausländerfeindliche Sprüche machen passt zu den“Blauen“. Statt sich mit dem Problem auseinander zu setzen, ablenken und seine Gegenüber angreifen passt auch. Fakten und Tatsachen ignorieren und eine eigene Realität generieren passt eher in die USA, aber was soll’s. Der Kommentar zeugt also nicht von Kompetenz und Intelligenz, eher vom Gegenteil.

        • Es wird schon lange vermutet, dass ausschließlich die rot/grün/woke Blase die Intelligenz und damit die Kompetenz besitzt, unsere Welt zu retten. Habe übrigens eben in den Nachrichten gehört, dass die EU das Verbrennerverbot bis auf Weiteres aussetzen will.

  5. SSS ….. schießen, schaufeln, schweigen …. Fertig. Irgend wann regelt es ein bäuerlicher Waidmann, der betroffen ist, auf diese Art und Weise.

    • @Chris Sie haben völlig recht. Anders wird das nicht funktionieren.

      Ansonsten zeigt die Diskussion zum Thema Raubtiere in dicht bewohnten Regionen die vollständige Verblödung und Ignoranz die hierzulande durch Propaganda gefördert wird.

      Gibt es Erfahrungswerte von Menschen die noch dicht mit Wölfen zusammengelebt haben? Ja die gibt es und es wurden auch zahlreiche Berichte von Zeitzeugen hinterlassen.

      https://www.welt.de/geschichte/article185448144/Wolf-Angriffe-Als-Woelfe-sich-selbst-in-Staedten-ihre-Opfer-holten.html

      Aus der Geschichte kann man viel lernen, das gilt übrigens nicht nur für dieses Thema.

      Woran liegt es nun dass hier viele „Tierfreunde“ diese Raubtiere als eine Art Kuscheltierchen darstellen, die natürlich nie an Menschen rangehen würden? Dummheit, Ignoranz, totale Verblödung was auch immer ….?????

      Diese verdummten Leute denen man via Schule, Fernsehen u.s.w. offensichtlich den letzten Rest an logischem Denkvermögen wegerzogen hat, lassen sich sehenden Auges Schritt für Schritt enteignen, in die Verelendung treiben und glauben eben auch gerne an alle Märchen, die Ihnen erzählt werden. Wie z.B. vom lieben netten Wolf.

      [ Ihr werdet nichts besitzen aber trotzdem glücklich sein ….]

  6. Offensichtlich ein sehr aufregendes Thema das hier sehr kontrovers diskutiert wird. Es herrscht also Uneinigkeit und Verwirrung, da bedarf es dann doch der ultimativen Stimme der Wahrheit, also der Vorgabe durch @bintolerant.

    Rückwärtsgewandte und damit potentielle Rächte argumentieren dahingehend dass nur Verrückte auf die Idee kommen ein in Rudeln erfolgreich jagendes Raubtier unbejagt wieder hier heimisch werden zu lassen. Sie meinen es wäre nur eine Frage der Zeit bis der erste Mensch von einem Wolf gerissen wird. Natürlich würde ein famoser „Wolfsberater“ sicher sagen können welchen Fehler der Mensch gemacht hat. …“ Ein typisches Beispiel dieser widerwärtigen Hetze.

    Die Wahrheit sieht so aus: wie die zahlreichen ProWolf Experten hier bereits kundgetan haben, handelt es sich bei dem Wolf um ein besonders intelligentes Tier. Dieses Raubtier gilt als sehr menschenfreundlich und kann – auch bei grossem Hunger – klar unterscheiden wen es töten und als Opfer nutzen darf. Das ist der Stand der aktuellen Wissenschaft, darauf kann sich jeder verlassen.

    Also mein Apell an alle Tierfreunde: lasst unbesorgt Eure Kinderlein in Wolfsgebieten spielen und toben. Es kann nichts passieren, weil dieses wundervolle Raubtier lieber verhungern würde als ein edles Menschenwesen hinzuschlachten. Das weiss doch jeder, die Hetze von diesen Rechten gegenüber diesem edlen Tier kann also getrost ignoriert werden.

    Zum Glück plant unsere Regierung jetzt Gesetze inkl. restriktiven Massnahmen gegen offensichtliche Lügen.Das kann man – wie die aktuelle Diskussion zeigt – nur nachhaltig begrüssen.

    • Liebe(s,r) @bintolerant,
      manchmal ist Deine überspitzte Ironie durchaus unterhaltsam.
      Diesmal aber leider nur unterirdisch.
      Satz mit x, das war wohl nix.

  7. DDC…..Dumm, dümmer, Chris77…da gibts echt keine Steigerung mehr.

    Selten was dämlicheres als diese unqualifizierten Kommentare gelesen. Geh bitte was arbeiten und
    behalte deinen geistigen Dünnpfiff für dich. Keinerlei Empathie für Tiere. Wer so über ein Lebewesen, egal welcher Art spricht, ist auch ebenso zu Menschen und kann geistig nicht viel im Oberstübchen besitzen.

  8. Tja LoboLover, sie werden auch noch kapieren, das besondere Situationen besonderer Maßnahmen bedürfen. Als ausgeschlafener, arbeitsamer Realist, sage ich ihnen erneut, das der Wolf hier in Mitteleuropa nichts zu suchen hat! … genau so wie die vielen MigrationsNilGänse …. können alle weg.

    PS: Das Entrecôte vom Simmentaler Rind hat gerade übrigens sehr gut gemundet…. und das sage ich , der sich durchaus als Tierfreund und Grüngedönsverputzer sieht.

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