Kleinere Korrekturen – Endgültiges Ergebnis im Bundestagswahlkreis Trier

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Eine Wahlurne; Foto: dpa

TRIER. Der Wahlausschuss für den Wahlkreis 202, der die Stadt Trier und den Landkreis Trier-Saarburg umfasst, hat jetzt im Rathaus unter der Leitung von OB Wolfram Leibe das Ergebnis der Bundestagswahl vom 23. Februar endgültig festgestellt.

Im Vergleich zum vorläufigen Endergebnis, das am Wahlsonntag kurz vor Mitternacht feststand, gab es nach einer eingehenden Prüfung 23 kleinere Korrekturen, davon sieben im Stadtgebiet und 16 im Landkreis, die aber keine gravierenden Folgen hatten.

Das Endergebnis im Wahlkreis 202 der Bundestagswahl 2025:

Erststimmen:

  • Dominik Sienkiewicz (CDU): 30,8 Prozent
  • Verena Hubertz (SPD): 30,2 Prozent
  • Marcel Philipps (AfD): 14,2 Prozent
  • Corinna Rüffer (Bündnis 90/Die Grünen): 8,3 Prozent
  • Lin Lindner (Die Linke): 5,0 Prozent
  • Gerd Benzmüller (FDP): 4,0 Prozent
  • Leo Miguez (BSW): 3,4 Prozent
  • Niels Becker (Freie Wähler): 2,7 Prozent
  • Loreen Reemen (Volt): 1,0 Prozent
  • Matthias Reimann (ÖDP): 0,4 Prozent

Zweitstimmen:

  • CDU: 30,7 Prozent
  • SPD: 20,0 Prozent
  • AfD: 15,5 Prozent
  • Bündnis 90/Die Grünen: 12,2 Prozent
  • Die Linke: 7,7 Prozent
  • FDP: 4,7 Prozent
  • BSW: 4,4 Prozent
  • Freie Wähler: 2,0 Prozent
  • Tierschutzpartei: 1,1 Prozent
  • Volt: 0,9 Prozent
  • Die Partei: 0,5 Prozent
  • ÖDP: 0,2 Prozent
  • Bündnis Deutschland: 0,1 Prozent
  • MLPD: 0 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag bei 83,6 Prozent, eine deutliche Steigerung gegenüber 2021 mit 77,2 Prozent.

Obwohl er die meisten Erststimmen erhielt, hat Dominik Sienkiewicz (CDU) kein Bundestagsmandat erhalten. Das liegt an der Wahlrechtsreform zur Verkleinerung des Bundestags: Falls eine Partei in einem Bundesland über die Erststimmen mehr Wahlkreise gewinnt, als ihr gemessen am Zweitstimmenergebnis an Sitzen zustehen, gehen die Wahlkreissieger mit den schlechtesten Ergebnissen leer aus. Dies war in Rheinland-Pfalz bei der CDU der Fall.

Die Region Trier-Saarburg wird aber im Bundestag durch Verena Hubertz (SPD) und Corinna Rüffer (Bündnis 90/Die Grünen) vertreten, die über die Listen ihrer Parteien eingezogen sind. OB Wolfram Leibe bedankte sich als Wahlleiter bei den zahlreichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für ihren Einsatz, aber auch beim Bereich Wahlen im Amt Stadtentwicklung | Statistik und Wahlen. Die relativ kleine Abteilung war im Vorfeld der Stimmabgabe um mehr als 20 städtische Bedienstete aufgestockt worden.

Am Wahlsonntag kam es zu einem Vorfall mit falschen Stimmzetteln in einem Wahllokal in Trier-Süd. Offenbar wurden von der Druckerei, die für mehrere Bundesländer Stimmzettel gedruckt hatte, einige, die für einen anderen Wahlkreis bestimmt waren, nach Trier geliefert. Nachdem der Fehler am Wahlsonntag gegen 10.45 Uhr auffiel, wurden keine falschen Stimmzettel mehr ausgegeben. 13 der falschen Stimmzettel landeten in der Urne.

Der Landeswahlleiter entschied, sie als ungültig zu werten. In zwei Fällen fiel der falsche Stimmzettel unmittelbar vor der Abgabe auf und das Wählen konnte wiederholt werden.

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1 Kommentar

  1. Also nochmal, nach Erststimmen ziehen zweite (SPD) und vierte (Grüne) in den Bundestag, erster (CDU) und dritter (AfD) bleiben draußen. Nach Zweitstimmen ziehen ebenfalls zweite (SPD) und vierte (Grüne) in den Bundestag, erster (CDU) und dritter (AfD) bleiben draußen.
    Das nennt man dann Demokratie im besten Deutschland aller Zeiten. 🤣🤣🤣
    Einfach nur unfassbar! Das passt prima zu den Omis gegen Rechts.

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