Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück hat klare Forderungen an die Politik

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Obermeister Raimund Licht überreichte das Forderungspapier an Karina Wächter (MdL). Foto: Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück Region

WITTLICH. Die Innungsbäcker der Region Mosel-Eifel-Hunsrück waren Mitte Juli zur Jahreshauptversammlung zusammengekommen. Obermeister Raimund Licht begrüßte dabei auch Karina Wächter, Abgeordnete im Landtag von Rheinland-Pfalz.

Die Forderungen des Bäckerhandwerks an die Politik standen dabei im Fokus. Konkret nannte Licht die überbordenden Dokumentationspflichten, die man von den handwerklich arbeitenden Bäckern verlangt. Auch die empfundene „Behördenwillkür“ wurde angesprochen und aus Sicht der Innung überzogene Forderungen bei Hygienekontrollen und den damit verbundenen empfindlichen Bußgeldern für die Betriebe. Wächter sagte Unterstützung für Gespräche mit den Verantwortlichen zu, um hier die Betriebe zu entlasten, ohne dabei das Wohl des Verbrauchers zu vernachlässigen. Auch die Forderung zur Erhaltung der Schulstandsorte in Prüm und Bernkastel-Wittlich standen auf der Tagesordnung.

Wenn der Besuch zur Berufsschule für Auszubildende mit noch weiteren Fahrwegen verbunden ist, dann führt dies zu einer weiteren Reduzierung von Lehrverhältnissen“, ist Licht überzeugt. „Dies ist nicht zielführend, wenn wir dem Fachkräftemangel etwas entgegenhalten wollen. Es ist ohnehin schon kein Mangel mehr, sondern eine Katastrophe.“ Der Führerschein mit 16 hingegen würde zu einer Verbesserung führen, ist man sich in der Innung einig. „Die Erreichbarkeit von Ausbildungsplatz und Berufsschule ist maßgeblich für die Entscheidung bei Jugendlichen“, betont Licht. Hierzu informierte Wächter, dass dies ebenso eine Forderung der CDU-Fraktion sei und in den Landtag eingebracht werden soll.

Karsten Fleury, Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses informierte derweil über die abgelaufenen Prüfungen. Der Ausschuss wird sich nach der Sommerpause zu einer Sitzung treffen und Themen wie Berichtsheftführung, Zulassungsverfahren und Ausschussbesetzung zu vertiefen.

Eine seltene Ehrung konnten die Innungsbäcker am Versammlungstag erleben: Die Verleihung der „Eisernen Meisterbrief Urkunde“ für 65 Jahre Meisterwürde an Hermann Deckert. Der Bäckermeister ist 1937 geboren, hat 1959 an der Handwerkskammer in Olpe die Meisterprüfung abgelegt und ist noch immer aktiv bei Bäckerei Fleury in Brauneberg tätig.

Urkunden vom Deutschen Brotinstitut erhielten derweil die Bäcker, die erfolgreich an der Brotprüfung im Juni teilgenommen hatten: Bäckerei Karsten Fleury aus Brauneberg, Bäckerei Flesch GmbH (Thomas Flesch) aus Dudeldorf, Cafe Flesch GmbH (Florian Flesch) aus Landscheid, Bäckerei Günther Schnur aus Binsfeld und Bäckerei Bernd Kunsmann aus Zeltingen-Rachtig. (Quelle: Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück Region)

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