Trio verurteilt: Mehrjährige Haft nach Geldautomatensprengung

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Gelautomat nach Sprengung
Foto: dpa/Symbolbild

KOBLENZ. Das Landgericht Koblenz hat drei Geldautomaten-Knacker zu mehrjähriger Haft verurteilt. Wegen einer Sprengstoffexplosion, Diebstahls und Sachbeschädigung bekamen sie am Donnerstag Gefängnisstrafen von sechs, viereinhalb und vier Jahren.

Der Mann mit der längsten Haftstrafe sollte wegen seiner Drogensucht zunächst in eine geschlossene Entziehungsanstalt kommen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Das Trio hatte nach Überzeugung der Richter im April 2021 in Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Geldautomaten aufgehebelt, ein Gasgemisch eingeleitet und zur Explosion gebracht. Der Sachschaden betrug rund 130.000 Euro. Mit etwa 140.000 Euro Beute flohen die Täter.

Einer von ihnen – der Mann mit viereinhalb Jahren Haft – hatte laut der Gerichtssprecherin schon mehrere Wochen vor dieser Tat mit zwei unbekannten Komplizen vergeblich versucht, einen anderen Geldautomaten im nordrhein-westfälischen Rommerskirchen zu sprengen. Damals sei es wegen einer speziellen Schutzvorrichtung nur zu einer Verpuffung gekommen. Vor Gericht war er nach Angaben der Sprecherin nicht geständig, die anderen beiden Angeklagten dagegen schon. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Nach Angaben der Deutschen Kreditwirtschaft haben die Banken in der Bundesrepublik schon einiges getan, um ihre Automaten sicherer zu machen. Das reiche von der Schließung besonders gefährdeter Automaten in der Nacht über die Aufschaltung von Einbruchsmeldungen bis eben zum Einsatz von Anti-Gas- und Vernebelungssystemen.

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