Interessante “Taser-Bilanz”: So oft musste die Saar-Polizei den “Elektroschocker” nutzen!

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Foto: Rolf Vennebernd/dpa/Symbolbild

SAARBRÜCKEN. Die Polizei im Saarland hat sogenannte Taser in diesem Jahr bislang zwölf Mal eingesetzt. In den Fällen sei es entweder zum Abschuss von Pfeilelektroden aus der Distanz auf die Zielperson gekommen, teilte das Landespolizeipräsidium in Saarbrücken mit. Oder das Distanzelektroimpulsgerät sei im «Kontaktmodus» genutzt worden – das heißt im Körperkontakt als Elektroschocker. Die Taser wurden im Saarland offiziell im Juni 2020 eingeführt. Inzwischen seien alle Polizeiinspektionen damit ausgestattet: Für den Wach- und Streifendienst gebe es insgesamt 53 Taser.

Von Juni 2020 bis Oktober 2021 habe es insgesamt 18 polizeiliche Lagen mit Taser-Einsatz gegeben. Hinzu gab es insgesamt 45 Fälle, in denen ein Einsatz des Elektroimpulsgeräts nur angedroht wurde, wie die Polizei weiter mitteilte.

Werden die Pfeilelektroden abgefeuert, können Täter ein paar Sekunden lang handlungsunfähig gemacht werden. In der Regel wird aus einer Distanz von ein bis vier Metern geschossen: Zwei mit Drähten verbundene Pfeile werden in den Brustbereich gezielt – über die Drähte werden dann elektrische Impulse auf den Körper übertragen.

Hautrötungen und Verletzungen durch das Eindringen der Pfeilelektroden in die Haut sind laut Polizei typische Verletzungsbilder nach einem Taser-Einsatz. Es sei im Saarland nur ein Fall bekannt, bei welchem es zu einer Verletzung durch einen Sturz im Zusammenhang mit einem solchen Einsatz gekommen sei.

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