Durchsuchungen mit 75 Einsatzkräften: Steuerermittlungen gegen Firmen am Hahn

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Ein Gebäude mit der Aufschrift «Frankfurt Hahn Airport» steht auf dem Gelände des Flughafens im Hunsrück. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

LAUTZENHAUSEN/HAHN. Im Zusammenhang mit Steuerermittlungen rund um sechs am Hunsrück-Flughafen Hahn tätige Firmen hat sich der Verdacht ausgeweitet. Es gebe nun zwei weitere Beschuldigte, teilten das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mit.

Damit werde nun gegen vier Verantwortliche von den sechs am Hahn tätigen Gesellschaften sowie den Geschäftspartner eines bisher schon Beschuldigten ermittelt.

75 Einsatzkräfte verschiedener Polizeipräsidien in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg sowie der Steuerfahndung Trier durchsuchten am Dienstag Wohn- und Geschäftsräume der Firmen und der Beschuldigten. Weitere Details nannten die Ermittler nicht. Es gelte die Unschuldsvermutung für die Verdächtigen.

Bereits im Juli 2020 hatte es in dem Ermittlungskomplex Durchsuchungen gegeben, auch am Flughafen Hahn. Schon damals hatte die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf das Steuergeheimnis keine Details genannt.

Der ehemalige Militärflughafen Hahn gehört zu 82,5 Prozent dem angeschlagenen chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen. Vor kurzem wurde Insolvenz für ihn angemeldet, die Suche nach einem Investor läuft.

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