Gemeinsam für den Stadtwald Trier – 3.500 neue Bäume für das Forstrevier Weißhaus/Pfalzel

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Das Bild zeigt das Pflanzen des Eukalyptus-Baumes, der als Symbolbaum für die Aktion direkt an einem Weg mit Publikumsverkehr gepflanzt wurde. v.l.n.r.: Johann Meyer (SWT-Marketingleiter), Kerstin Schmitt (Försterin), Heiko Nowak (Abteilungsleiter des Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation der Stadt Trier), Maik Girmendonk (SWT-Vertriebsleiter)

TRIER. Mit einer großen Pflanz-Aktion in dem als Erholungsgebiet beliebten Stadtwald Trier hat ein Trierer Energieversorger ein Versprechen aus dem Jahr 2019 eingelöst: Zusammen mit dem Forstrevier Weißhaus / Pfalzel haben sie im Frühjahr 2021 über 3.500 neue Bäume in dem städtischen Naherholungsgebiet gepflanzt.

Ursprünglich wollte der Energieversorger die Bäume zusammen mit seinen Kunden pflanzen und damit ein gemeinsames Zeichen für den Klimaschutz setzen. „Die Pandemie hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht,“ bedauert Marketingleiter Johann Meyer. „Aber die Zeit drängt, denn der Wald braucht unsere Hilfe jetzt. Deshalb haben wir Anfang des Jahres entschieden, dass das städtische Forstrevier die Bäume in Eigenregie pflanzt.“

Sehr zur Freude der städtischen Försterin Kerstin Schmitt, die wegen der Dürre der letzten Jahre und dem Borkenkäferbefall dringenden Handlungsbedarf sieht. Die 3.500 Bäume hat das Forstrevier über eine biologische Forstbaumschule bezogen, so dass der größtmögliche Teil der Pflanzen aus ökologischen Anbau kommt. Es handelt sich um verschiedene Baumsorten. „Wir haben im Stadtwald schon lange Wert auf gemischte Waldbestände gelegt, da diese insgesamt widerstandsfähiger sind“, führt die Försterin aus. Dazu gehören beispielsweise die Eibe, die langsam wächst und deren Früchte ein zusätzliches Futterangebot für Siebenschläfer sind. Dank ihrer Schattentoleranz ergänzen neue Hainbuchen den alten Waldbestand am Kyllhang und helfen so die Abtragung von Gestein und Boden durch Starkregen am Kyllhang zu verhindern. Am Ufer des Kuttbachs fördern Weidenstecklinge und Erlen den natürlichen Bewuchs. Wildkirsche und Elsbeere liefern Blüten und Früchte. Im Herbst folgen noch weitere Einzelbäume entlang des geteerten Wegs im falschen Biewertal. Diese sind auch barrierefrei zu erreichen.

Symbolbaum für Waldlehrpfad

Neben zahlreichen heimischen Bäumen hat sich die Försterin als Symbolbaum eine exotische Sorte ausgesucht: Seit 18. Juni steht am Waldlehrpfad „Ameisenstraße“ oberhalb des Rotwildgatters ein Eukalyptus. „In Zeiten der Klimaextreme haben wir uns ganz bewusst für eine Eukalyptus-Art entschieden, die sowohl hohen als auch niedrigen Temperaturen Stand hält. Das passt zu trockenen, heißen Sommern genauso wie zu winterlichen Kälteeinbrüchen. Er ist ein gutes Symbol für die Herausforderungen des Klimawandels und ein Zeichen für Nachhaltigkeit.“, begründet Heiko Nowak, Abteilungsleiter des Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation der Stadt Trier die Wahl. Für die exotische Art sprechen auch die zahlreichen Umweltbildungsprojekte im Weißhauswald. „Unsere jungen Gäste sollen den Wald mit allen Sinnen kennenlernen. Da passt dieser Baum mit seinen aromatisch duftenden Blättern ganz hervorragend in das Konzept“, freut sich Försterin Schmitt über das neue Dufterlebnis.

Noch ist die Aktion übrigens nicht ganz abgeschlossen: Im Herbst folgen weitere Einzelbäume entlang des geteerten Wegs im falschen Biewertal. „Egal, zu welcher Jahreszeit ein Spaziergang durch den Wald ist immer eine gute Idee. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir uns alle gemeinsam für unsere Wälder als Naherholungsgebiet einsetzen“, so Meyer abschließend.

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