Mit Eisenrohr auf den Kopf geschlagen: Acht Jahre Haft für Attacke – Tumulte im Gerichtssaal

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Absperrband der Polizei. Foto: Bodo Marks/Archiv

MAINZ. Für eine Attacke am Mainzer Rheinufer ist ein Mann am Dienstag zu acht Jahren Haft wegen versuchten Mordes verurteilt worden.

Nach Auffassung der Richter am Landgericht Mainz hatte der 38-jährige Angeklagte dem 43 Jahre alten Opfer mit einem Eisenrohr auf den Kopf geschlagen. Das Motiv für die Tat sei im Unklaren geblieben, sagte der Vorsitzende Richter. Nach dem Urteil kam es zu Tumulten im Gerichtssaal. Mehrere Zuschauer wollten sich auf den Angeklagten stürzen, ein Tisch und Stühle flogen zur Seite, die Justizbeamten im Saal hatten Mühe, wieder für Ruhe zu sorgen.

Die Attacke, um die sich das Verfahren drehte, war im Oktober 2019. Der Angeklagte hatte geschildert, vorher von dem Kontrahenten gewürgt worden zu sein. Er habe den 43-Jährigen nicht geschlagen, das sei womöglich jemand anderes gewesen, nachdem er geflohen sei. Das Opfer, das in der Nacht mit Platzwunden in eine Klinik gekommen war und in dem Prozess als Nebenkläger auftrat, hatte indes von dem Angriff mit der Eisenstange berichtet.

Angeklagter und Nebenkläger kennen sich von der Arbeit, waren auch mal Nachbarn, der 43-Jährige soll dem Angeklagten mehrfach geholfen und ihm sogar eine Wohnung besorgt haben. Der 38-Jährige durfte sich später seiner Frau und den Kindern in der Wohnung wegen einer Gewaltschutzverfügung aber nicht mehr nähern.

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