Ministerin: Keine Impfpflicht für Pflegepersonal in Rheinland-Pfalz

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) hat sich in der bundesweiten Diskussion um die Einführung einer Impfpflicht für Pflege- und Krankenhauspersonal gegen derartige Überlegungen ausgesprochen.

Es sei nicht richtig, generell von einer niedrigen Impfbereitschaft des Pflegepersonals zu sprechen, sagte sie am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Es gebe in Rheinland-Pfalz Pflegeheime und Krankenhäuser, in denen die Impfbereitschaft der Mitarbeiter bei 90 bis 100 Prozent liege, in anderen Häusern dagegen nur bei 40 bis 50 Prozent. „Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit einer Impfpflicht für Mitarbeiter nicht weiterkommen würden“, betonte sie.

Viel wichtiger sei es, die Menschen zu überzeugen und zu informieren, sagte die Ministerin. Deswegen sei in der vergangenen Woche eine gezielte Aufklärungskampagne gestartet worden, um Skepsis bei Pflegekräften zu beseitigen. Eine ganz wichtige Rolle spiele dabei auch die Leitung der jeweiligen Einrichtungen. Wenn dieses Führungspersonal sich impfen lasse, habe das eine „Magnetwirkung“. Nach ihren Angaben wurden (Stand Mittwoch) 12 772 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen geimpft, dazu kommen nochmals 9522 Mitarbeiter in Krankenhäusern. Insgesamt seien rund 54 189 Menschen der höchsten Priorisierungsgruppe erstmals geimpft worden.

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