‚Einzigartiges‘ Jubiläum – Ausbildungsladen ‚einzigart‘ feiert 10-jähriges Bestehen

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TRIER. Ungewöhnliche Bekleidung, Schmuck, Accessoires und Kinderartikel, entworfen von jungen Designern und liebevoll präsentiert – längst ist der Laden „einzigart“ in der Johann-Philipp-Straße 1a mehr als ein Geheimtipp. Was viele nicht wissen: Der Laden dient als „Übungsfläche“ für Jugendliche, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Ausbildungsstelle finden konnten und daher eine außerbetriebliche Ausbildung bei der Caritas learn-factory absolvieren.

10 Jahre „einzigart“ bedeutet daher 10 Jahre Ausbildungsmaßnahmen, gefördert durch die Agentur für Arbeit Trier und das Jobcenter Trier, durch die bisher 187 Jugendliche ihren Weg ins Berufsleben als Verkäufer oder Einzelhändler fanden.

Dass an diesem Erfolg viele Stellen beteiligt sind, machte Caritasdirektor Dr. Bernd Kettern in seinem Grußwort deutlich: „10 Jahre Ausbildungsladen „einzigart“ haben uns gelehrt, dass vertrauensvolle Kooperationen und gute Netzwerke der Schlüssel zu einem guten Gelingen sind“, so Kettern. In diesem Sinne wiesen als weitere Redner und Gratulanten auch Sozialdezernentin Angelika Birk, Heribert Wilhelmi, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Trier, Gabriele Groß, Schulleiterin der BBS Wirtschaft, Christian Reuter von der IHK Trier sowie Alexander Heß von Frank Schuhe (Sport Fink) auf die kontinuierlich gute, konstruktive und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit hin. Reuter hob besonders die Prüfungsresultate hervor: „In den Abschlussprüfungen erreichen die förderbedürftigen Jugendlichen von „einzigart“ dieselben Durchschnittsnoten wie im übrigen Einzelhandel.“

Auch aktuelle und ehemalige Auszubildende kamen bei der Feier zu Wort: In Videosequenzen schilderten sie dem Publikum, was die Ausbildung bei der learn-factory für sie bedeutet, wie es ihnen nach der Ausbildung erging, wo sie heute arbeiten und wie sich ihr Leben entwickelte. Zudem gab es eine „Ladenperformance“: Die Jugendlichen präsentierten ein selbstgeschriebenes kleines Theaterstück, in dessen Fokus das Wesen „Einzigart“ vom Planeten Minispiel stand, das auf der Erde landete. Ein freundliches Wesen, das sehr gerne arbeitet…

In seinen Abschlussworten zog Torsten Gärtner, Leiter der learn-factory, ein augenzwinkerndes Fazit der vergangenen 10 Jahre: „Wir sind sturmerprobt, kreativ und hellwach.“ Zudem wies er auf die hohe gesellschaftspolitische Bedeutung der Jugendberufshilfe hin: „Unsere Gesellschaft muss versuchen, allen jungen Menschen eine Chance zu geben, unabhängig von Herkunft, Bildungsstand oder persönlichen Problemlagen. Wenn alle Akteure weiterhin bereit sind, für die Erreichung dieser Ziel zu kooperieren – wir sind es!“

Hintergrundinformationen Ausbildungsladen
Viele außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen finden in Lernwerkstätten, Übungsräumen, Übungsläden statt – unter Bedingungen, die zwar einen Schutz- und Schonraum bieten, aber wenig mit dem realen Arbeitsmarkt zu tun haben.

Mit ihrem Ausbildungsladen „einzigart“ hat die Caritas learn-factory 2007 einen neuen Weg eingeschlagen: In der Trierer Fußgängerzone betreibt sie den Laden als reguläres Einzelhandelsgeschäft mit hochwertigem Warenangebot. 
Der Laden wird von den Auszubildenden unter Anleitung von Fachausbildern bewirtschaftet. Die Azubis sind in alle Betriebsabläufe eingebunden und führen alle Aufgaben im Verkauf aus. Zudem sind sie bei der Gestaltung des Außenauftritts und bei besonderen Aktionen zur Öffentlichkeitsarbeit und Werbung eingebunden. Die Auszubildenden erleben sich so als wichtigen Teil eines Ganzen und merken, dass ihre Fähigkeiten und ihre Arbeitskraft gebraucht werden, damit „der Laden läuft“.

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