MAINZ. Die Armut nimmt nach einem neuen Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands auch in Rheinland-Pfalz zu. Von 2024 zu 2025 stieg der Anteil der von Armut betroffenen Menschen demnach um 0,3 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent der Bevölkerung.
Damit liege Rheinland-Pfalz zwar weiter knapp unter dem Bundesdurchschnitt, doch von Entwarnung könne keine Rede sein, teilte der Paritätische Wohlfahrtsverband Rheinland-Pfalz/Saarland mit.
Nach einem Tiefstand von 12,3 Prozent 2023 sei die Armutsquote innerhalb von zwei Jahren deutlich gestiegen. «Das zeigt: Die soziale Lage bleibt angespannt und die Entwicklung verläuft besorgniserregend», teilte Ralph Stappen, stellvertretender Landesgeschäftsführer des Paritätischen Rheinland-Pfalz/Saarland, mit.
Regionale Unterschiede im Land
Nach dem neuen Bericht leben bundesweit 13,3 Millionen Menschen in Armut. Die Armutsquote liegt demnach bei 16,1 Prozent und erreicht damit ihren Höchststand seit 2020, teilte der Verband weiter mit.
Diese Zahlen hatte das Statistische Bundesamt im Februar bereits mitgeteilt. Menschen, denen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung stehen, gelten als armutsgefährdet, wie die Statistiker dies nennen, oder als arm, wie es der Wohlfahrtsverband formuliert. Bei Alleinlebenden lag diese Grenze zuletzt bei netto 1.446 Euro im Monat, für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3.036 Euro.
Region Trier besonders betroffen
In Rheinland-Pfalz gebe es erhebliche regionale Unterschiede. Besonders deutlich sticht demnach die Region Trier hervor: Mit einer Armutsquote von 21,4 Prozent liege sie deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 16,1 Prozent.
«Armut ist keine abstrakte Kennzahl. Sie wird vor Ort sichtbar – in Städten, Regionen und Lebenslagen», sagte Stappen. «Gerade deshalb braucht es differenzierte Antworten und eine soziale Infrastruktur, die auch dort trägt, wo die Belastung besonders hoch ist.»
Paritätischer warnt vor Einschnitten bei sozialen Leistungen
Besonders betroffen sind bundesweit ältere Menschen, Alleinlebende und Alleinerziehende. Bei Menschen ab 65 Jahren liegt die Armutsquote bei 19,5 Prozent, bei Alleinlebenden bei 30,3 Prozent, bei Alleinerziehenden bei 28,9 Prozent.
Der Paritätische Rheinland-Pfalz/Saarland warnt daher vor weiteren Einschnitten bei sozialen Leistungen. Gerade in Regionen mit hoher Armutsbetroffenheit sei eine verlässliche soziale Infrastruktur unverzichtbar.
«Wer soziale Leistungen kürzt, verschärft bestehende Problemlagen und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt», sagte Stappen. «Wir brauchen armutsfeste Sozialleistungen, auskömmliche Erwerbseinkommen, bezahlbares Wohnen sowie starke Beratungs- und Unterstützungsangebote vor Ort.» (Quelle: dpa)













Die Antwort darauf ist Rot Grün schützt vor Armut nicht. Trier ist als Industrie Standort wegen der fehlenden Infrastruktur nicht Attraktiv. Tourismus und Einzelhandel gut und schön aber eigentlich zum großen Teil Niedriglohn Jobs. Mieten, Energie, Lebensmittel, Kraftstoff und Gastronomie Preise kennen nur noch eine Richtung nach oben. Das trifft Natürlich Menschen die nicht im Hoch Lohn Segment der Industrie Arbeiten besonders hart.
Eine solche Veröffentlichung ohne Einordnung der Ergebnisse und vor allem ohne Darstellung der Systematik halte ich für hochgradig irreführend.
Ein Grund warum die Region Trier hier besonders schlecht abschneidet, ist die überproportionale Beschäftigung in Luxemburg. Die Lohnzahlungen werden über das statistische Bundesamt hier nicht berücksichtigt mit der Konsequenz, dass ein in Luxemburg Beschäftigter im Zweifel „arm“ ist, da keine Einkünfte in Deutschland vorhanden sind. Weiß halt nur kaum einer.