Wolfspaar aus dem Westerwald soll Bewegungssender erhalten

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Zwei Wölfe laufen durch ihr Gehege in der Fasanerie. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

TRIPPSTADT. Um Schutzmaßnahmen gezielter einzusetzen, soll ein Wolfspaar in Rheinland-Pfalz mit einem Sender versehen werden. «So soll festgestellt werden, wo sich die Tiere genau aufhalten und wie sie sich verhalten», teilte das Umweltministerium am Freitag mit. Wann die Halsbandsender angebracht werden, steht noch nicht fest.

«Ich sehe die Besenderung als ein geeigneteres Mittel für die Befriedung des Konflikts zwischen Wolf und Nutztierhalter», sagte Ministerin Katrin Eder (Grüne) beim Besuch des Koordinationszentrums Luchs und Wolf (KLUWO) im pfälzischen Trippstadt. «Eine Besenderung ist keineswegs die Vorstufe zur Entnahme.» Mit Entnahme ist oft das Fangen oder Töten der Tiere nach dem Bundesnaturschutzgesetz gemeint.

In Rheinland-Pfalz wurde besonders häufig im vergangenem Jahr ein Wolfsrüde im Westerwald nachgewiesen. Der Grauwolf mit der Kennung GW1896m ist den Angaben zufolge für mehr als 30 Nutztier-Risse verantwortlich. An einigen war auch eine Wölfin mit der Kennung GW1415f beteiligt. Dies ergaben DNA-Untersuchungen an den Bisswunden. Das Rudel hält sich an der Grenze der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld zu Nordrhein-Westfalen auf.

1 Kommentar

  1. Ein guter Ansatz, könnte das nicht der Wieler vom RKI übernehmen? Als Tierarzt wäre er da in seinem Element. Anschliessend könnte er noch dem Lauterbach einen Bewegungssender verpassen.

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