MAINZ. Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat in ihrer jüngsten Vertreterversammlung zentrale Themen für die Weiterentwicklung des Pflegeberufs beraten. Im Fokus standen die neue Ausbildung zur Pflegefachassistenz, ein erweitertes Tätigkeitsprofil für Advanced Practice Nurses (APN) sowie wichtige organisatorische Entscheidungen.
Zu Beginn ordnete Kammerpräsident Dr. Markus Mai aktuelle politische Entwicklungen ein. Mit dem Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) werde Pflegefachpersonen künftig ermöglicht, bestimmte heilkundliche Aufgaben eigenverantwortlich zu übernehmen – etwa in den Bereichen Wundversorgung, Demenz oder Diabetes. Kritisch bewertete Mai jedoch, dass über die konkrete Ausgestaltung ohne die Beteiligung der Pflege entschieden werden soll. Auch mögliche Einschränkungen beim Pflegebudget im Zuge geplanter Gesetzesänderungen sieht die Kammer mit Sorge.
Intensiv diskutiert wurde die neue, bundeseinheitliche Ausbildung zur Pflegefachassistenz, die 2027 starten soll. Begrüßt wurden unter anderem die generalistische Ausbildung, eine Ausbildungsvergütung und klare Praxisanteile. Gleichzeitig wurden Herausforderungen benannt, etwa die Dauer der Ausbildung, unklare Aufgabenabgrenzungen und Fragen der Qualitätssicherung.
Ein weiterer Schwerpunkt war ein neues Tätigkeitsprofil für APN im Bereich der psychosozialen Versorgung. Es soll helfen, Versorgungslücken insbesondere in der Psychiatrie zu schließen und komplexe Bedarfe zu koordinieren.
Darüber hinaus bestellte die Vertreterversammlung den Wahlausschuss für die Kammerwahl im September und bereitete eine Mitgliederbefragung, die nach der Landtagswahl startet, vor.
Ausführliche Informationen dazu bietet das neue Kammermagazin:
pflegekammer-rlp.de/kammermagazin/. (Quelle: Landespflegekammer Rheinland-Pfalz (KdöR))












