Ehrenbrief der Stadt Trier: Elisabeth Ruschel und Rudi Müller für jahrzehntelanges Engagement gewürdigt

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OB Wolfram Leibe überreichte die Ehrenbriefe im Rokokosaal an Elisabeth Ruschel (Bild links) und Rudi Müller (Bild rechts).Foto: Presseamt Stadt Trier

TRIER. Große Ehre im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais: Elisabeth Ruschel und Rudi Müller sind neue Träger des Ehrenbriefs der Stadt Trier – einer der höchsten kommunalen Auszeichnungen für herausragendes ehrenamtliches Engagement. Oberbürgermeister Wolfram Leibe überreichte die Urkunden im Rahmen einer Feierstunde als „Ausdruck des Dankes und des Respekts“.

Jahrzehntelanger Einsatz für Trier und Heiligkreuz

Elisabeth Ruschel engagiert sich seit Jahrzehnten auf vielfältige Weise für das Gemeinwohl – besonders für ihren Stadtteil Heiligkreuz. Mehrere Wahlperioden gehörte sie dem Ortsbeirat an, von 1999 bis 2014 war sie Ortsvorsteherin.

Darüber hinaus prägte sie als Vorsitzende der Trierer Weimar-Gesellschaft über zwanzig Jahre lang die Städtepartnerschaft mit Weimar. OB Leibe betonte in seiner Laudatio, Ruschel habe „lebendige Brücken zwischen Menschen und Lebenswelten“ geschaffen.

Bis heute steht sie dem Trägerverein des Seniorenbüros vor und ist Gründungsmitglied des Fördervereins Kirche Trier-Heiligkreuz, der den Erhalt der einst vom Abriss bedrohten Pfarrkirche sicherte.

In ihrer Dankesrede formulierte Ruschel ihr persönliches Credo:

„Das Ehrenamt darf nicht zum Krampf werden, sondern man muss es mit Freude und Überzeugung ausüben.“

Einsatz für das Handwerk – weit über Trier hinaus

Auch Rudi Müller wurde für sein jahrzehntelanges Engagement geehrt. Der Schreinermeister stand von 2004 bis 2024 als ehrenamtlicher Präsident an der Spitze der Handwerkskammer Trier und vertrat rund 7200 Betriebe.

OB Leibe würdigte Müller als „Gestalter“ mit Vision und Menschlichkeit. Unter seiner Führung sei die Kammer zukunftsfähig aufgestellt worden, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Besonders hob er Müllers Einsatz für den Nachwuchs sowie internationale Förderprojekte in Nepal und Ruanda hervor.

Auch in Krisenzeiten – etwa während der Corona-Pandemie oder nach der Flutkatastrophe in Ehrang – sei das Handwerk ein verlässlicher Partner der Stadt gewesen.

Müller erinnerte in seiner Rede an seine Anfänge als Lehrling und betonte:

„Ich hätte sonst Vieles, was mich geprägt hat, gar nicht erlebt.“

Feierlicher Rahmen im Rokokosaal

Die Verleihung erfolgte auf Beschluss des Hauptausschusses des Stadtrats. Für den musikalischen Rahmen sorgten Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Stadt Trier.

Mit der Ehrung würdigt die Stadt zwei Persönlichkeiten, die über Jahrzehnte hinweg Verantwortung übernommen und das gesellschaftliche Leben in Trier nachhaltig geprägt haben.

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